Indisches Chicken Korma

Auf dem kleinen Foto in der Seitenleiste oben rechts ist unschwer zu erkennen, dass ich keine deutschen Wurzeln habe. Und wer den Zeitungsartikel vom Juni 2013 in der Süddeutschen gelesen hat, der dürfte bereits wissen, dass ich in einem Land weit weg von Deutschland auf die Welt kam.
Ich kam in Indien etwas außerhalb von Indiens Hauptstadt Delhi auf die Welt, wurde als kleines Baby adoptiert und durfte glücklicherweise im wunderschönen Stuttgart aufwachsen. Außer meiner Hautfarbe gibt es heute keinerlei Merkmale mehr, dass ich aus Indien komme, denn ich spreche weder die Sprache, noch habe ich einen engeren Bezug zu meinem Heimatland.

Chicken Korma, Huhn in Joghurt-Sahne-Mandel-Sauce

Wenn ich erzählt habe, dass ich leidenschaftlich gerne koche, dann kam früher oder später die Frage auf, ob ich denn auch Indisch kochen und essen würde. Und noch bis vor einem Jahr musste ich darauf hin immer mit einem “Nein” antworten, denn ich dachte bei indischem Essen stets an übermäßig scharfe und mit Koriander überhäufte Speisen. Koriander schmeckte zu dieser Zeit für mich noch nach reinem Spülmittel! ;-)
Heute – man glaubt es kaum – liebe ich indisches Essen! Und wie bei so vielen Gerichten und Lebensmitteln, die ich erst in den letzten Jahren kennen und lieben gelernt habe, steckte auch diesmal mein Mann Herr S. dahinter. Denn als wir vor etwas über einem Jahr bei einem unserer heutigen Lieblings-Lieferservice (ja auch Foodblogger bestellen hin und wieder etwas!;-) ) bestellten, verriet der Blick in die Speisekarte, dass sowohl thailändische, als auch indische Speisen angeboten werden. Es handelt sich um den Lieferservice Krishna in München-Obermenzing. Super praktisch, denn der Lieferservice liegt nicht weit von unserem zu Hause entfernt, so dass man auch mal schnell vorbei fahren kann oder auf dem Heimweg nach der Autobahn direkt hin fahren kann.
Herr S. bestellte damals indisch und ich – weil ich mich noch nicht traute – das mir bekannte Huhn Sate. Allerdings sah das indische Gericht von Herrn S. so verlockend aus, dass ich natürlich probieren wollte. Ich weiß nicht mehr genau, um welches Gericht es sich dabei handelte. Ich erinnere mich nur noch an Lammfleisch und eine wunderbar cremige und aromatische Sauce mit feinen Kräutern und Gewürzen. Ich war hin und weg und hätte am liebsten Herrn S. komplettes Gericht aufgefuttert!
Das nächste Mal bestellte auch ich mir dort ein indisches Gericht und ich probierte ein sehr mildes Chicken Curry. Darauf folgte ein Butter Chicken, was bis heute eines meiner absoluten Lieblinge aus der indischen Küche ist. Und dann ein Chicken Tikka Masala, sowie Chicken Mango und Tandoori Chicken. Alle Gerichte, mal etwas schärfer, mal weniger scharf, mal mit mehr Koriander, mal mit weniger Koriander schmeckten mir so gut, dass ich nicht genug davon bekommen konnte.

Und dann wagte ich mich das erste Mal in meiner eigenen Küche an ein indisches Gericht: Butter Chicken! Genial, denn mein Bruder war wenige Wochen zuvor in Indien gewesen und hatte heimische Gewürze von dort mitgebracht. Damit schmeckte das Butter Chicken natürlich richtig gut und ich hatte für ein paar Stunden das Gefühl, in einer indischen Garküche zu stehen.
Zur Hochzeit haben wir das Buch Indien bekommen. Darin sind wunderbare Rezepte, tolle Bilder und Geschichten über Indiens Kultur, Koch-Traditionen und Kulinarik.
Durch dieses Buch werde ich immer wieder zu indischen Gerichten inspiriert und ich blättere darin sehr gerne, um etwas mehr über mein Geburtsland zu erfahren.

Heute möchte ich euch ein traumhaftes Chicken Korma vorstellen. Es handelt sich hierbei um zart gegarte Hühnerbruststücke in einer cremigen Joghurt-Mandel-Sahne-Sauce mit feinen Kräutern und aromatischen, indischen Gewürzen. Bei einem Korma handelt es sich um eine curryartige Sauce, die aus Joghurt, Sahne oder Kokosmilch in Kombination mit einer Nusspaste besteht. Das Fleisch wird hierbei zu Beginn in einer Zutat für die Sauce (z.B. Joghurt) für einige Stunden mariniert und dann sehr heiß mitsamt der Marinade gegart. Anschließend schmoren Fleisch und Sauce für mindestens 30 Minuten. So kann sich das volle Aroma aller Zutaten entfalten und es entsteht eine cremige Sauce.
Besonders fein wirds, wenn man zum Anbraten der Gewürze die indische Variante des Butterschmalzes mit dem schönen Namen Ghee verwendet. Ghee ist sehr hoch erhitzbar und verfeinert das Gericht mit einer nussigen Note.

Ghee indisches Butterschmalz
Ghee
ergibt ca. 180 g

1 Packet Butter à 250 g

Die Butter in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, dabei immer wieder umrühren, damit die Butter nicht braun wird.
Sobald die Butter vollständig geschmolzen ist, die Hitze erhöhen, bis die Butter zu schäumen beginnt. Dann die Butter bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten ganz leicht vor sich hin köcheln lassen. Ein feinmaschiges Sieb mit einem Küchenpapier auslegen und die Butter über dem Sieb abgießen und auffangen. Entstandenes Ghee in ein sauberes Schraubglas abfüllen.

Ghee hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

So und nun folgt das Rezept für das Chicken Korma.

Chicken Korma – Huhn in Joghurt-Sahne-Sauce mit Mandeln
für 2 Personen

400 g Hähnchenbrustfilet (ohne Haut)
200 g Joghurt
30 g gemahlene, geschälte Mandeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Ghee
3 Gewürznelken
1 Prise Kardamom
gemahlene Muskatblüte (Macis)
Kurkuma
Salz, Pfeffer
1/2 Zimtstange
75 g Sahne + 1 EL
3 EL gehacktes Koriandergrün oder Petersilie
1 EL gehackte, frische Minze
1 EL gehackter, frischer Dill
1 EL Speisestärke

Hähnchenbrustfilet trocken tupfen und in ca. 4 cm große Stücke schneiden.
In einer Schüssel den Joghurt mit je einer guten Prise Muskatblüte, Kurkuma und Salz würzen. Das Fleisch in die Joghurtmischung geben, umrühren und für ca. 2 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren lassen.
Die Mandeln mit 60 ml warmem Wasser in eine Schüssel geben und quellen lassen.
Zwiebeln und Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin goldgelb andünsten. Zimtstange, Gewürznelken, Kardamom und Knoblauch hinzufügen und ca. 1 Minute unter Rühren anrösten. Nun das Fleisch samt Marinade in die Pfanne geben, und unter gelegentlichem Rühren ca. 5 Minuten kochen lassen. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und die Hitze reduzieren.
Nun die Mandelpaste unterrühren und das Gericht bei geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren. Dann die Sahne unterrühren und alles weitere 15 Minuten köcheln lassen. Speisestärke mit 1 EL Sahne glatt rühren und unter Rühren in die Sauce geben. Die Sauce leicht andicken lassen, zum Schluss die Kräuter hinzufügen.
Das Chicken Korma schmeckt am besten mit Basmatireis.

Lasst es euch schmecken!

Eure ♥
Marie

Apfel-Zimt-Eis

Letzte Woche hatte ich bereits den ersten Schnee! Ganze 15-20 cm tiefen Schnee hatten wir auf Kursfahrt im schönen Reit im Winkl, südlich des Chiemsees. Und das Ende Oktober – auch für diesen Ort eher ungewöhnlich! Auch wenn der Schnee ein wenig Kopfzerbrechen bereitete, war man doch ziemlich abseits gelegen und eingeschneit, hatte er auch seine schönen Seiten. Die Wälder und riesigen Berge rundherum versteckten sich nun unter einer weißen Puderzuckerdecke, die für absolute Stille in der Natur sorgte. Ganz klar, dass mit einem Mal – wenn auch nur für einen klitzekleinen Moment – die Gedanken bei Weihnachten waren.

Apfel-Zimt-Eis

Nun bin ich wieder zurück, im kalten aber sonnigen München und ich habe mich gleich an die Arbeit in der Küche gemacht. Der Schnee hat mich zu einem Eis inspiriert, das ich euch heute vorstellen möchte. Diese Eiskreation verbindet für mich den Herbst mit dem Winter, denn es kommen herbstliche Äpfel und feiner Zimt, der mich immerzu an Weihnachten erinnert ins Eis hinein.
Überhaupt liebe ich die Kombination Apfel und Zimt, am liebsten noch mit einem Klecks Schlagsahne! Und drum wandert auch die mit ins Eis hinein.
Ein bisschen habe ich nun herum getüftelt, überlegt und aufgeschrieben, wie das Eis am ehesten meinen Wünschen und Vorstellungen entspricht.
Das Ergebnis ist nun ein zartschmelzendes, cremiges Eis mit feiner Zimtnote und süßen Apfelkompott-Stückchen.
In meinem Eis wollte ich keine großen Apfelstücke, aber auch keine kaum wahrnehmbare Apfelnote haben. Also habe ich mich dazu entschieden, ein Apfelkompott aus winzigen Apfelstückchen zu kochen. Die Konsistenz des Kompotts ist eine Mischung aus Apfelmus und Apfelstücken. Dieses Kompott lässt sich später in der Eismaschine hervorragend mit der Zimteismasse vermischen und wenn man das Eis auf der Zunge zergehen lässt, sind dennoch Apfelstücke dabei.

Nun benötigt man für ein zartschmelzendes und cremiges Eis eine gute Eismaschine. Vor ein paar Jahren habe ich mit einer Eismaschine gearbeitet, die einen Gefrier-Akku hatte. Dazu musste man sich ca. 1-2 Tage im Voraus überlegen ob man Eis zubereiten möchte, denn der Akku musste mind. 24 h ins Gefrierfach, ehe man Eis zubereiten konnte. Und nach einem Mal Eis zubereiten war’s dann auch schon vorbei und man musste wieder warten. Gerade für größere Mengen oder spontane Eislust eher unpraktisch.
Heute darf ich euch zusammen mit meinem Apfel-Zimt-Eis eine Eismaschine aus dem Hause Unold vorstellen. Diese Eismaschine beinhaltet einen selbstkühlenden Kompressor, der das Eis bei einer Temperatur von bis zu -35°C gefrieren lässt.

Eismaschine Unold

(Bild: Unold)

Eine große, schwere Maschine, die aber hervorragendes Eis in ca. 45-60 Minuten zaubert. Sie ist superleicht in der Bedienung und einfach zu reinigen. Sehr angenehm finde ich, dass sie nicht sehr laut ist, und man problemlos nebenbei andere Dinge in der Küche erledigen kann. Das Eis wird cremig und sehr fein und dadurch schmeckt es auch um Welten besser, als das Eis, welches ich mit meiner vorherigen Maschine hergestellt habe. Mit der Eismaschine lässt sich cremiges Milcheis, Frozen Joghurt, Sorbet und Fruchteis herstellen. Und das Beste: man kann z.B. zwei Eissorten oder eine größere Menge direkt hintereinander zubereiten. ;-)

Apfel-Zimt-Eis

Apfel-Zimt-Eis
für ca. 600 g

200 ml Vollmilch
250 g Sahne
1 1/2 TL Zimtpulver
1/2 Zimtstange
3 Eigelbe (M)
80 g Puderzucker
140 g Boskop-Apfel, geschält und entkernt
2 EL Zucker
2-3 EL brauner Rum
1/2 Vanilleschote
150 ml Apfelsaft
außerdem eine Eismaschine

Vollmilch, Sahne, Zimtpulver und Zimtstange in einen kleinen Topf geben, langsam erhitzen, vom Herd nehmen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Eigelbe mit Puderzucker in einer Metallschüssel (fürs Wasserbad geeignet) mit einem Schneebesen cremig aufschlagen.
Zimtstange aus der Zimtsahne entfernen. Zimtsahne unter die Eigelbmischung rühren und alles über dem heißen Wasserbad cremig aufschlagen.
Dabei sollte die Metallschüssel das Wasser im Topf nicht berühren und das Wasser sollte auch nicht überkochen und in die Eismasse spritzen.
Die Eismasse ist nach ca. 10 Minuten leicht cremig aufgeschlagen. Metallschüssel mit der Eismasse in ein Eiswasserbad stellen und in ca. 10 Minuten unter ständigem Rühren kalt rühren. Anschließend die Eismasse abgedeckt für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen und gut durchkühlen lassen.

Für das Apfelkompott, den Apfel in 3 mm kleine Würfel schneiden. Die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark heraus kratzen. Apfelstücke mit Zucker, Rum, Apfelsaft, Vanillemark und Vanilleschote in einen Topf geben und aufkochen. Apfelmischung ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bis die Flüssigkeit komplett verkocht ist. Die einzelnen Apfelwürfel sollten aber noch erkennbar sein.
Apfelkompott vollständig abkühlen lassen.

Die gut durchgekühlte Zimt-Eismasse in die Eismaschine füllen und cremig fest frieren lassen. Kurz bevor das Eis fertig ist, das Apfelkompott bei laufendem Motor dazugeben und kurz mit gefrieren lassen.
Das fertige Eis aus der Maschine nehmen und wahlweise sofort servieren oder in einen Gefrierbehälter geben.

Hinweis: Das Eis ist max. 1 Woche im Gefrierschrank haltbar.

Viel Spaß beim Eis schlotzen!

Eure ♥
Marie

Vielen Dank an Unold für die Bereitstellung der Eismaschine. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

Rosaroter Rotkrautsalat

Noch vor ein paar Jahren wäre ein Beitrag über Rotkohl völlig undenkbar gewesen, denn ich habe ihn überhaupt nicht gemocht! Damit hätte man mich jagen können, genauso wie mit Rosenkohl, Sauerkraut, Wirsing usw. Doch heute esse ich all das, was ich eben aufgezählt habe sehr gerne – dank Herrn S., der mir gezeigt hat, das diese Gemüsesorten durchaus sehr lecker sind. Ich kannte alle Gemüsesorten (außer Sauerkraut) nicht von zu Hause und somit wollte ich das auch nirgendwo probieren. ;-)
Aber bei Herrn S. musste ich vor ca. 3 Jahren probieren, denn er hatte ganz liebevoll für uns beide gekocht und ich konnte ihm das natürlich nicht antun, zu sagen, dass ich sein Essen nicht probieren würde. Heute bin ich sehr dankbar darüber, denn ich habe Kohlgemüse kennen und lieben gelernt! Noch dazu ist Kohlgemüse ein so geniales Gemüse, denn man kann es auf so viele unterschiedliche Varianten zubereiten.

Rotkohlsalat Rotkrautsalat rosaroter Rotkrautsalat

Heute möchte ich euch einen richtig leckeren, saftigen und herbstlichen Rotkrautsalat vorstellen: den rosaroten Rotkrautsalat.
Eigentlich ist Rotkohl ja kräftig dunkelrot-lila, aber durch das feine Dressing, das an den Salat kommt, verfärbt sich der Kohl leicht rosa.
Der Salat schmeckt pur zu frischem Baguette mit Butter oder auch zu einem leckeren Stück Fleisch oder Fisch sehr gut.
Sehr lecker machen sich auch ein paar frische Orangenfilets oder Granatapfelkerne im Salat. Da könnt ihr variieren, wie ihr mögt.
Und das beste ist, dass der Salat schnell gemacht ist und man fast alle Zutaten meistens im Haus hat.

Rotkrautsalat
2-3 Personen

800 g Rotkohl
einige Stängel Petersilie
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 EL Senf
1 TL Honig
3 EL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
2 EL Sahne
Salz
Pfeffer
nach Belieben Orangenfilets oder Granatapfelkerne

Den Rotkohl in feine Scheiben bzw. Streifen hobeln und in eine große Salatschüssel geben und salzen. Mit den Händen kräftig durchkneten und etwas drücken, bis der Kohl weich wird. Den Kohl ca. 30 Minuten ziehen lassen.
Für das Dressing den Senf, Honig, Zitronensaft, Olivenöl und Sahne glatt rühren und mit Pfeffer abschmecken.
Knoblauch schälen und fein hacken, Frühlingszwiebeln waschen und in feine Scheiben schneiden und Petersilie abbrausen und fein hacken.
Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Petersilie unter den Rotkohl mischen und das Dressing (gewünschte Menge) unterheben.
Den Salat weitere 5 Minuten ziehen lassen, dann evtl. mit Orangenfilets oder Granatapfelkernen garnieren und sofort servieren.

Lasst euch den Salat schmecken!

Eure ♥
Marie

Mein Ragù alla Bolognese

Heute habe ich einen echten Klassiker für euch. Jeder kennt sie bereits aus Kindheitstagen, fast alle lieben sie und in vielen Familien und Studenten-WGs ist es ein Standard-Gericht, das sehr häufig auf den Tisch kommt: Spaghetti Bolognese!
Ich würde sagen, der Pasta-Klassiker schlecht hin, direkt nach Spaghetti Napoli. Allerdings muss ich auch ehrlich sagen, dass die weit verbreitete Annahme, dass alle (kleinen) Kinder Spaghetti Bolognese oder Napoli abgöttisch lieben und man damit immer richtig liegen würde, nicht stimmt! Im letzten Jahr, meinem Praxisjahr im Kindergarten wurde ich eines besseren belehrt. Denn gut zwei Drittel der Kinder dort bevorzugten ihre Spaghetti pur, ohne einen Tropfen Napoli-Sauce oder Bolognese! Da staunte ich nicht schlecht, denn auch ich hatte bis dato gedacht, dass alle Kinder auf Napoli oder Bolognese stehen. ;-)

Ragù alla Bolognese Hackfleischsauce Spaghetti Bolognese

Nun gut. Mein Mann z.B. ist einer der größten Bolognese-Fans, den ich kenne. Das mag vielleicht daran liegen, dass er sämtliche Gerichte, in denen Hackfleisch verarbeitet ist liebt. Egal ob Lasagne, Cannelloni, Hackfleischbällchen… damit macht man ihn immer glücklich. Und auch ich stehe auf eine richtig gute Bolognese – allerdings muss sie nach ein paar Regeln gekocht sein, denn sonst ist es für mich kein richtiges Ragù alla Bolognese.
An erster Stelle steht bei mir qualitativ, hochwertiges und frisch gewolftes Hackfleisch. Für mein Ragù alla Bolognese verwende ich eine Mischung aus zwei Drittel Rinderhack, einem Drittel Schweinehack. Durch den erhöhten Anteil Rindfleisch, wird das Fleisch etwas saftiger.
Dann müssen frischer Oregano und Basilikum für ein feines Aroma, frischer Knoblauch, eine rote und eine weiße Zwiebel für den Geschmack in das Ragù.

Im Sommer greife ich auf sonnengereifte, frische und voll aromatische Tomaten zurück. Außerhalb der Tomaten-Saison nehme ich leckere Tomaten aus der Dose. Hierzu habe ich am Ende des Beitrags ein bisschen was zusammen getragen.
Mein kleines Geheimnis ist das Stück Parmesan, welches ich in das Ragù gebe und mit köcheln lasse. Ihr könnt ein ganz normales Stück Parmesan oder ein Stück Parmesanrinde verwenden. Beides macht das Ragù schön würzig. In meine Bolognese kommt außerdem noch eine kleine Prise Kakaopulver rein. Das habe ich einmal bei Cornelia Poletto gesehen und prompt ausprobiert – ich war begeistert. Ihr nehmt hierfür wirklich nur ganz wenig, aber es verleiht der Bolognese ein schönes Aroma.

Und dann ist ein guter Schluck Rotwein natürlich auch unverzichtbar! Hier rate ich dazu, einen Rotwein zu wählen, den man auch sehr gut zum Essen trinken kann. Oft heißt es, dass man zum Kochen gut und gerne einen nicht ganz so feinen Wein verwenden könne… Ich persönlich halte davon aber nicht’s, denn wenn ich ein Glas Wein zum Essen trinke, dann sollte der auch zum Essen passen und vor allem sollen ins Essen ja ausschließlich gute Produkte wandern, oder?

Ragù alla Bolognese
für 4-6 Personen

500 g Hackfleisch, gemischt (2/3 Rind, 1/3 Schwein)
2 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel
1 kleine weiße Zwiebel
2 frische Knoblauchzehen
150 ml kräftiger Rotwein
400 g geschälte Tomaten aus der Dose
500-600 g passierte Tomaten
1 Stück Parmesan(-rinde)
1 Zweig Oregano, frisch
8 Basilikumblätter
1 EL Zitronensaft
1 Prise Kakaopulver
1 Schuss Sherry- oder Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
geräuchertes Paprikapulver

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken.
1 El Olivenöl in einem großen (Schmor-)topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Zwiebelmischung aus dem Topf nehmen, restliches Olivenöl im Topf erhitzen und das Hackfleisch darin bei starker Hitze krümelig anbraten. Dann den gehackten Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten.
Die Zwiebelmischung unterrühren, alles mit Rotwein ablöschen und den Wein vollständig einkochen lassen. Die Oreganoblättchen vom Zweig abstreifen. Nun die geschälten Tomaten, sowie die passierten Tomaten unterrühren und das Parmesanstück und die Oreganoblättchen hinzufügen. Alles gut umrühren und offen bei geringer Hitze ca. 30-45 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Sobald das Ragù die gewünschte Konsistenz hat, den Herd ausschalten und das Ragù mit Zitronensaft, Kakaopulver, Essig, Salz, Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver abschmecken. Basilikumblätter fein hacken und unter das Ragù rühren.

Das Ragù alla Bolognese mit Pasta eurer Wahl servieren und mit frischem Parmesan bestreuen.

Und nun noch ein paar Worte zu Tomaten aus der Dose.
Ich hatte vor einiger Zeit ein sehr unschönes Erlebnis, denn in den gekauften Dosentomaten, waren überwiegend grüne Stielansätze drin.
Daraufhin habe ich das Produkt gewechselt und bin seither rundum zufrieden mit den Tomaten, die wir nun aus der Dose verwenden.
Ich nehme jetzt fast ausschließlich die leckeren und aromatischen Tomatenprodukte von Cirio. Da gibt es die geschälten Tomaten, die ich auch für das Ragù alla Bolognese verwendet habe, sowie die passierten Tomaten.
Passierte Tomaten gibt’s im Tetrapack oder in der Flasche. Und dann bietet Cirio auch noch leckere Tomatenfilets und Kirschtomaten (allerdings mit Haut) an. Zu kaufen gibt es die Cirio-Produkte u.a. bei Rewe, und ganz sicher in der Metro.

Welche Tomaten verwendet ihr denn so und steht ihr auch so sehr auf Bolognese?

Eure ♥
Marie

Mini-Quiches mit Spinat & Lachs

Heute habe ich eine herzhafte Quiche im Mini-Format für euch dabei. Die feine Füllung besteht aus Spinat, Lachs, Ricotta und Kräuter-Crème Fraîche. Eine Kombination, die ich sowohl als Ravioli-Füllung als auch für eine Quiche sehr gerne her nehme.
Die Mini-Quiches sind schnell zubereitet, fix im Ofen gebacken und vielseitig einsetzbar. Sie machen auf jedem Partybuffet etwas her, sind ein tolles Abendessen mit einem frischen Blattsalat, ideal für’s Picknick und auch für die Pause im Büro oder in der Uni. ;-)

Mini-Quiches mit Spinat und Lachs

Und dann muss ich euch an dieser Stelle noch gestehen, dass ich diese Mini-Quiches mit einem fertigen Quiche- und Tarteteig aus dem Kühlregal des Supermarktes zubereitet habe. Denn seit mich der Alltag wieder hat, muss es einfach manchmal schnell gehen und da bleibt unter der Woche eher weniger Zeit für einen frisch gemachten Mürbeteig, die Lust auf frische Mini-Quiches ist allerdings trotzdem da!
Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn man hin und wieder zu einem fertigen Teig greift, denn der Rest – sprich die Füllung – wird ja dennoch selbst und frisch zubereitet. Oder wie seht ihr das? ;-)

Mini-Quiches mit Spinat und Lachs

6 Mini-Quiches

1 Rolle Quiche- und Tarteteig (Kühlregal)
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1/2 EL Butter
160 g geräucherter Lachs
250 g TK-Blattspinat
1 Ei
180-200 g Ricotta
1,5 EL Kräuter-Crème Fraîche
1 Eigelb zum Bestreichen
Außerdem: 6 kleine Tarte- oder Quicheförmchen

Den Quicheteig aus dem Kühlschrank nehmen und in der Packung bei Zimmertemperatur ruhen lassen, bis er verarbeitet wird.

Für die Füllung, Schalotte und Knoblauchzehe abziehen und beides fein hacken. Butter in einem kleinen Topf erhitzen, Schalotten- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten, Blattspinat und 3 EL Wasser dazugeben und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Spinat aufgetaut ist. Spinatmasse gut abtropfen, in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen. Ei, Ricotta und Kräuter-Crème Fraîche zur Spinatmasse geben, alles gut umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Lachs in feine Würfel oder Streifen schneiden und unter die Spinatmasse heben.

Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech bereit stellen.
Die Förmchen gut mit Butter einfetten und die Teigrolle aus der Packung nehmen und auf einer Arbeitsplatte ausbreiten.
Sechs Kreise in Förmchen-Größe + 1 cm Rand ausstechen (z.B. mit einer Metallschüssel) oder sechs passende Kreise mit einem Messer ausschneiden.*
Die Teigkreise in die Förmchen drücken und die Böden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Die Füllung auf die Förmchen verteilen und etwas glatt streichen.
Den restlichen Teig ausrollen und in 24 Streifen (Länge = Durchmesser Förmchen, Breite 1 cm) schneiden.
Je vier Streifen diagonal als Gitter auf ein Förmchen legen und am Rand leicht andrücken.

Die Förmchen auf das Backblech setzen und die Mini-Quiches im Ofen (Mitte) ca. 20 Minuten goldgelb backen.

*Zunächst ist die Teigfläche für vier Kreise ausreichend. Den übrigen Teig zur Kugel formen, zwischen das beigelegte Backpapier legen und nochmals ausrollen. Dann können die restlichen zwei Kreise ausgestochen werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Eure ♥
Marie

Tian provençal – Französische Küche {Buch-Rezension}

Heute möchte ich euch den zweiten Titel von Rachel Khoo, Französische Küche vorstellen. Dieser Titel ist im Dorling Kindersley Verlag im Jahr 2013 erschienen.

Rachel Khoo Französische Küche Dorling Kindersley
(Bild: Dorling Kindersley)

Genau wie das andere Buch Paris in meiner Küche von Rachel Khoo, kann dieses Buch auch mit einer tollen Haptik, wundervollen Fotos und genialen Rezepten beeindrucken.
Rachel Khoo zeigt in diesem Buch französische Gerichte aus den unterschiedlichen Regionen Frankreichs. Dabei gibt es zu jeder Region ein eigenes Kapitel. Am Anfang jedes Kapitels ist eine kleine, gemalte Landkarte zu sehen, die die jeweilige Region und ihre typischen Produkte zeigen.
Dazu gibt es einige Worte von Rachel Khoo über diese Region: was typisch ist, was man gesehen haben muss in dieser Region etc. Das gefällt mir sehr gut!
Damit auch ihr einen kleinen Eindruck bekommt, nehme ich euch nun mit auf eine kleine Reise durch Frankreichs Regionen und zeige euch ein paar Rezepte und Produkte, die Rachel vorstellt.

Los geht’s in der Bretagne. Im Nord-Westen Frankreichs gibt es den leckeren Cidre, feine Muscheln, Hummer und Jakobsmuscheln, viele Milchprodukte, Crêpes und Galettes und feines Lammfleisch. Serviert werden gegrillte Austern mit Petersilienbröseln, salziger Butterkaramell, Miesmuscheln mit Apfel und Calvados und Buttermilchlamm mit Kräutersalat und geröstetem Buchweizen.

Dann geht es weiter nach Bordeaux, wo es weißen Spargel, Haselnüsse, feinen Wein, Pflaumen, Pinienzapfen und Austern gibt. Hier kommen leckere Weine und Huhn aus dem Topf auf den Tisch. Es gibt Rotweinhähnchen aus dem Ofen, pikanter Crumble mit Meeresfrüchten, Tarte Tatin mit Möhren, Cannelés und würzige Cognac-Pflaumen.

Im Baskenland finden wir Schwarzkirschen, Lauch, Schinken, Zitronen, Schafskäse, die Piperade, Dorsch und den Gâteau Basque. Da das Baskenland ein herrliches Surferparadies am Atlantik ist, finden hier auch zahlreiche Partys statt, zu denen kleine Pintox gereicht werden. Das ist die baskische Version der spanischen Tapas. Rachel Khoo zeigt etliche Varianten für Pintox: Gebackene Feigen mit Walnüssen und Käse. Thunfischhäppchen, Pikantes Oktopus-Tomaten-Tatar, Schinken-Zucchinistreifen mit Melone und gefrorene Schoko-Bananen. Auch eine typisch baskische Würzsauce – die Xipister-Sauce wird in diesem Kapitel gezeigt. Hinzu kommen knusprige Auberginenstreifen mit Couscous und ein Schokoladenkuchen “Baskenmütze”.

Weiter geht’s in der Provence, im Süden Franreichs, wo es Lavendel, Oliven, Sardinen, Honig und roten Reis gibt. Dominiert wird die Provence durch die herrlich frischen, aromatischen Kräuter die hier wachsen. Serviert werden hier Cannelloni à la Nizza, Provenzialischer Kalbsschmortopf, Ratatouille in kalter Marinade, Provenzialisches Gemüsegratin (s.u.) und eine Mousse mit weißem Nougat.

In Lyon stehen Fleisch und Wurst an erster Stelle. Die berühmte Lyonerwurst hat hier ihren Ursprung, hinzu kommt der Beaufort-Käse, das Fondue, Hecht und der Reblochon-Käse. Die Region Lyon liegt an der Grenze zur Schweiz und zu Italien, daher grenzt diese Region auch an die Alpen, wo es zahlreiche wunderschöne Chalets für einen kurzen Urlaub gibt. ;-)
Auf den Tisch kommen hier leckere Griessklösschen, Lyoner Salat und Lyoner Pizza, Würstchen im Teigmantel, Kartoffelkroketten, Brioche und Schokoladentarte mit Crème Fraîche.

Im Elsass, nahe an der Grenze zu Deutschland, gibt es Gugelhupf, Bier, Gewürztraminer und den klassischen Elsässer Flammkuchen. Die Nähe zu Deutschland ist hier deutlich erkennbar, denn es gibt Dinkel-Knöpfle mit Munster und Zwiebelblättern, Elsässer Eiernudeln, Teigtaschen mit Fleischfüllung, Käsekuchen und Gugelhupf.
Und dann wären wir auch schon am Ende der kleinen, kulinarischen Frankreich-Reise. Zum Schluss gibt Rachel dem Leser noch ein paar Grundrezepte für z.B. Brandteig, Mürbteig, Pizzateig und Béchamelsauce an die Hand.

Fazit: Wer schon immer mal eine kleine kulinarische Reise durch Frankreich machen wollte, das nötige Kleingeld aber nicht beisammen hat, ist mit diesem Buch bestens bedient! ;-) Mir gefällt besonders gut, dass es zu jeder Region ein paar Informationen gibt und die Gerichte authentisch sind.

Jetzt habe ich mich beim Durchblättern sofort in das Tian provençal verguckt. Das möchte ich euch nun noch zeigen.

Tian Provencal Rachel Khoo Französische Küche

Tian provençal
Für 4-6 Personen
4 rote Zwiebeln, geschält und in feine Ringe geschnitten
4 kleine Zweige frischer Thymian
4 EL Olivenöl
1 Aubergine
1 Zucchini
5 feste Eiertomaten
1 Prise Salz

Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen und eine ofenfeste Form mit etwas Öl einpinseln.

2 EL Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe mit dem Knoblauch und dem Thymian darin ca. 10 Minuten anbraten.
Die Aubergine und die Zucchini in 2 mm dicke Scheiben schneiden (z.B. mit einem Hobel), die Tomaten in 3 mm dicke Scheiben.
Die Zwiebelmischung in der Ofenform verteilen, ein paar Gemüsescheiben darauf verteilen, so dass eine glatte Fläche entsteht.
Nun das restliche Gemüse abwechselnd und kreisförmig in die Form schichten (dachziegelartig). Das restliche Olivenöl darüber träufeln und das Gemüse mit etwas Salz bestreuen.
Das Gratin in den Ofen (Mitte) schieben und ca. 35-40 Min. backen.
Das Gemüse sollte weich und oben leicht gebräunt sein.

Dazu schmeckt ofenfrisches Baguette oder ein paar Kartoffeln.

Eure ♥
Marie

Chouquettes aus Paris in meiner Küche {Buch-Rezension}

Heute ist mal wieder eine Buch-Vorstellung an der Reihe. Aus meinem Bücher-Regal habe ich für euch das wunderbare Buch Paris aus meiner Küche von Rachel Khoo gezogen. Der Titel ist 2013 im Dorling Kindersley Verlag erschienen.

Paris aus meiner Küche Rachel Khoo Dorling Kindersley Verlag
(Bild: Dorling Kindersley)

Wer in letzter Zeit mit offenen Augen durch Bücherläden geschlendert ist, wird dieses Buch sicherlich schon einmal gesehen oder sogar in den Händen gehalten haben. Oder vielleicht hat der/die ein oder andere schon Rachel Khoos Sendung auf Sixx gesehen. Dort sind in den letzten Wochen mehrere Folgen mit Rezepten aus diesem Buch gelaufen und auch ich habe einige Folgen mit großer Begeisterung angesehen. Besonders fasziniert hat mich, dass Rachel Khoo wirklich in einer so kleinen Küche ihre Gerichte zaubert – aber dazu später mehr!

Paris in meiner Küche – ein bezauberndes Buch mit unwiderstehlichen Rezepten von Rachel Khoo und wunderbaren Fotos von David Loftus. Das Buch punktet obendrein mit einer tollen Haptik, denn beim Blättern hält man dicke, feste Papierseiten in den Händen. Das gefällt mir immer besonders gut und macht für mich u.a. ein hochwertiges Buch aus.

Rachel Khoo, ursprünglich aus London, hat das Handwerk der Patissière an der berühmten Kochschule Le Cordon Bleu in Paris gelernt.
Durch’s Backen fand sie ihre Leidenschaft für Events, Kochbücher, Workshops etc. rund ums Essen. Und daraus entstand auch ihr kleines Mini-Restaurant, das sie in Paris in ihrer eigenen Wohnung betrieb. Sie kochte in einer winzigen Küche mit Mini-Backofen und zwei kleinen Herdplatten und ihre Gäste bewirtete sie im Wohnzimmer.
In ihrem Buch Paris in meiner Küche gibt Rachel Khoo ihre Rezepte wider. Wir finden französische Klassiker, wie Boeuf Bourguignon und Coq au vin, aber auch neue, modern interpretierte Gerichte, z.B. für’s Picknick.

Die Rezepte in Paris in meiner Küche sind in sieben Kapiteln unterteilt:
* Alltagsküche mit Rezepten für z.B. Oeufs en cocotte, Pistou-Suppe, Provenzialischer Gemüsetopf und Muscheln in Weißwein
* Snack-Zeit mit Rezepten für z.B. Crêpes und Galettes, Chouquettes (s.u.), Brioches mit Dulce de leche und Gougères
* Sommer-Picknicks mit Rezepten für z.B. Lothringischer Speckkuchen, Elsässer Flammkuchen, Pain brié und Rosmarin-Lavendel-Brot mit Ziegenkäse
* Aperitifs mit Rezepten für z.B. Waldpilz-Terrine, Nizza-Salat-Wraps, Aioli mit Gemüse und Aperitif-Financiers
* Essen mit Freunden & Familie mit Rezepten für z.B. Kalbsragout, Jakobsmuschel-Sabayon, Zitronen-Lavendel-Hähnchen und Coq-au-vin-Spieße
* Desserts mit Rezepten für z.B. Schokomousse mit Kakaonibs, Schokoladen-Lava-Küchlein mit Salzkaramell, Vanillecreme mit Karamellsauce und Crème brûlée
* Grundrezepte mit Rezepten für z.B. Fonds, Brühen, Saucen und eine Crème pâtissière (der berühmten Konditor-Creme)

Ganz hinten im Buch gibt Rachel ein paar Tipps zu Adressen in Paris.
Alle Rezepte sind übersichtlich und schön gestaltet, leicht zu verstehen und gut umzusetzen.

Fazit: Ein wirklich ansprechendes und rundum gelungenes Buch, das Lust auf französische Klassiker & Co macht. Auf Grund der herrlich frischen und modernen Gestaltung, ist es auch ideal für junge Koch- und Backbegeisterte! ;-)

Ich habe für mich die feinen Chouquettes ausgesucht und nachgebacken. Gesehen hatte ich sie bereits im TV und da ist mir schon beim Zuschauen das Wasser im Mund zusammen gelaufen.
Chouquettes ist ein feines Zuckergebäck, was aus einer Art Brandteig hergestellt wird und mit viel Puderzucker und Hagelzucker bestreut gebacken wird. Sie sind sehr einfach in der Herstellung, schnell gemacht und schmecken grandios!

Chouquettes Rachel Khoo Paris in meiner Küche

Für ca. 25 Chouquettes
125 ml Milch
100 g Butter, gewürfelt
1 TL Salz
1 TL Zucker
170 g Mehl (Typ 550)
4 Eier
Puderzucker zum Bestäuben
100 g Hagelzucker und/oder Schokotröpfchen

Den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
Für den Teig 125 ml Wasser mit Milch, Butter, Salz und Zucker in einen kleinen Topf geben und so lange bei starker Hitze erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Hitze reduzieren und das Mehl in den Topf geben, dabei kräftig rühren. Nun sollte die Masse eine Konsistenz von Kartoffelstampf haben. So lange weiterrühren, bis der Teig schön glatt ist und sich leicht vom Topfrand löst.

Nun den Topf vom Herd nehmen und so lange rühren, bis die Teigmasse lauwarm ist. Dann die Eier einzeln unterrühren. Der Teig weist zunächst noch einige Klümpchen auf – sie lösen sich aber beim Weiterrühren wieder. Der Teig sollte nun schön glatt und geschmeidig sein. Dann kann man ihn in einen großen Spritzbeutel mit Lochtülle (5 mm) füllen.

Mit jeweils ca. 2 cm Abstand den Teig walnussgroß als kleine Häufchen (ca. 25 Stück) auf die Bleche spritzen. Die Spitzen der Häufchen mit einem leicht angefeuchteten Finger flach drücken, da sie sonst beim Backen leicht verbrennen.
Die Teighäufchen mit Puderzucker bestäuben, kurz ruhen lassen und dann mit dem Hagelzucker oder den Schokoladentröpfchen bestreuen und noch mal ein wenig Puderzucker darüber stäuben. Die Chouquettes in den Ofen (Mitte) schieben und ca. 20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun und leicht knusprig sind.
Die Chouquettes isst man am besten gleich, denn ofenfrisch schmecken sie am besten!
Ansonsten in einem luftdicht verschließbaren Gefäß aufbewahren. So sind sie einige Tage haltbar. Wer sie dann warm genießen möchte, schiebt sie vor dem Verzehr einfach für 5 Min. bei 150°C in den Ofen. ;-)

Variante: Schokoladen-Chouquettes, hierfür 20 g Mehl durch 20 g Kakaopulver ersetzen und statt Hagelzucker Schokoladentröpfchen verwenden.

Eure ♥
Marie