Rotes Thai-Curry mit Hühnchen & Gemüse

Auf meinem Heimweg kam ich heute an einem Bio-Supermarkt vorbei. Irgendwie hatte ich so gar keine Idee für das heutige Abendessen und auch Herr S. wollte nicht so richtig was einfallen. Ich stand also im Bio-Supermarkt, wusste nicht so recht was einkaufen und das ist eigentlich ein ganz großer Fehler, denn wenn ich in diesem Supermarkt stehe und keine genaue Einkaufsliste habe, dann würde ich am liebsten alles von den tollen Produkten einpacken! Ich kaufte zwei kleine, reife Mangos und sah zu, dass ich schleunigst wieder raus kam, bevor ich den halben Laden leer gekauft hätte…

Rotes Thai-Curry mit Hühnchen & Gemüse

Kurz nach dem ich den Supermarkt verlassen hatte und auf die Tram-Bahn wartete, hatte ich plötzlich große Gelüste nach einem roten Thai-Curry!
Und die Idee für’s Abendessen stand: ein schönes Thai-Curry mit zartem und saftigen Hühnchen und viel Gemüse, dazu Basmatireis.
Ich hatte in der Vergangenheit schon das ein oder andere Thai-Curry mit Hühnchen gekocht, aber entweder war es etwas zu wässrig, zu wenig gewürzt oder das Hühnchen war zu weit durch gegart. Das für mich perfekte Thai-Curry stand heute zum aller ersten Mal auf unserem Esstisch!
Und weil es uns sooo gut geschmeckt hat und ich total begeistert davon bin, möchte ich es euch gleich heute zeigen.
Das beste daran: es ist super schnell zubereitet!

Rotes Thai-Curry mit Hühnchen & Gemüse

Rotes Thai-Curry mit Hühnchen & Gemüse
Für 4 Personen

400-500 g Hähnchenbrustfilet (ohne Haut, ohne Knochen)
1 rote Zwiebel
2 cm Ingwer, frisch
1 Knoblauchzehe
1 rote Paprikaschote
1 kleine Zucchini
200 g Blumenkohl, frisch
2 Möhren
2-3 EL rote Currypaste*
400 ml Kokosmilch (cremig)
1 EL Zitronensaft
Erdnussöl zum Anbraten (Alternativ Pflanzenöl)
als Beilage: Basmatireis, gekocht und Limettenspalten

Hähnchenbrustfilet von Sehnen und Häuten befreien und die Brustfilets in 2-3 cm breite Streifen oder Scheiben schneiden.
Zwiebel abziehen und in Streifen schneiden, Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken.
Paprikaschote waschen, Kerne und weiße Innenwände entfernen und die Schote in feine Streifen schneiden.
Möhren schälen, waschen und leicht schräg in feine Scheiben schneiden. Brokkoli in kleine Röschen teilen, in ein Sieb geben und kurz mit kaltem Wasser abbrausen. Zucchini der Länge nach halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Brokkoli und Karotten in reichlich Salzwasser ca. 4-6 Minuten blanchieren, abgießen und sofort in eiskaltes Wasser geben. So behält das Gemüse seine schöne, leuchtend grüne bzw. orange Farbe. Gemüse ca. 2 Minuten im kalten Wasser ziehen lassen, dann abgießen.

In einer großen Wokpfanne ca. 1,5 EL Erdnussöl erhitzen und das Hühnchenfleisch darin portionsweise, ca. 1 Minute von jeder Seite scharf anbraten.
Hühnchen aus dem Wok nehmen, in eine Schüssel geben und beiseite stellen.
Falls kein oder nur noch wenig Öl im Wok sein sollte, noch mal etwas Erdnussöl dazugeben, Paprikastreifen und Zwiebeln darin bei mittelstarker Hitze ca. 2 Minuten andünsten. Zucchinischeiben, Ingwer und Knoblauch dazugeben und alles unter gelegentlichem Rühren ca. 4 Minuten andünsten.
Die rote Curry-Paste einrühren, das Hühnchenfleisch dazugeben und alles gut durchmischen.

Von der Kokosmilch die cremige Schicht mit einem Löffel abnehmen und in einem kleinen Schälchen aufbewahren. Die flüssige Kokosmilch in den Wok gießen und unter das Curry rühren und alles einmal aufkochen lassen. Zum Schluss Brokkoli, Möhren und die Kokoscreme dazugeben, umrühren und das fertige Thai-Curry mit Salz und Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.
Das rote Thai-Curry mit Basmatireis und einigen Limettenspalten servieren. Nach Belieben kann etwas Limettensaft über das Curry geträufelt werden.

* Vorsicht bei der roten Curry-Paste: es gibt sie im Supermarkt oder Asia-Laden zu kaufen und sie kann je nach Hersteller eher mild bis hin zu sehr scharf sein.
Tipp: Wer das Thai-Curry gerne richtig scharf isst, gibt noch eine frische Chilischote (gehackt) dazu. Nach Belieben kann man auch noch etwas frisch gehackten Koriander in das Curry geben.

Eure ♥
Marie

Winter-Schokoladen-Törtchen

Die kalte Jahreszeit hat uns definitiv erreicht und der Winter steht so langsam vor der Tür!
Letzte Woche war ich aber dennoch etwas erschrocken, als ich vor den Pasing Arcaden stand und feststellen musste, dass das komplette Gebäude (innen und außen) bereits mit üppiger Weihnachtsdeko ausgestattet wurde. Irgendwie doch noch etwas früh, dachte ich mir zunächst… aber dann dachte ich daran, dass ja bereits in 2 Wochen der 1.Advent sein würde… ;-)

Winter-Schokoladen-Törtchen

Wenn’s also schon weihnachtliche Deko gibt, warum dann nicht etwa ein Rezept für winterliche Schokoladen-Törtchen auf dem Blog?
Ich hab heute sehr feine, saftige Schokoladen-Törtchen mit Haselnuss, Kirschen, feinem Rum und Zimt für euch!
Die Idee für diese Törtchen habe ich gehabt, nachdem ich das Rezept für den dunklen Kirschkuchen bei Frl. Klein gesehen habe.

Winter-Schokoladen-Törtchen

Für 6-8 Winter-Schokoladen-Törtchen

125 g Butter
30 g Zucker
45 g brauner Zucker
einige Tropfen Vanilleextrakt
2 Eier (M)
115 g Mehl
1 Prise Salz
1/2 Päckchen Backpulver
50 g gemahlene Haselnüsse
2 EL Kakaopulver
1/2 EL Zimt
1 EL brauner Rum
75 g Chocolate Chips
200 g Schattenmorellen oder Sauerkirschen (Abtropfgewicht)
150 g Zartbitter-Kuvertüre

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Förmchen versehen.

Butter, beide Zuckersorten und Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und dick cremig aufschlagen.
Eier unterrühren. Mehl, Backpulver, Salz, Haselnüsse, Zimt und Kakaopulver vermischen.
Mehlmischung unter die Butter-Ei-Masse rühren. Zum Schluss Rum, Kirschen und Chocolate Chips vorsichtig unterheben.

Den Teig ca. 3/4 hoch in die Muffinförmchen füllen und die Törtchen im Ofen (Mitte) in ca. 20-25 Minuten backen.
Fertig gebackene Törtchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Kuvertüre grob hacken, überm Wasserbad schmelzen und die Törtchen damit überziehen. Nach Belieben mit einigen Kirschen und Schokoladenspänen verzieren.

Eure ♥
Marie

GlücksDinner & “Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen” {Buch-Rezension}

Heute möchte ich euch ein Buch ganz besonderer Art vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Buch, das im Callwey Verlag – bekannt für wunderbare und hochwertige Bücher – erschienen ist. Ich freue mich ganz besonders, dass ich euch heute das Buch vorstellen darf, denn es hat auch etwas mit einem Thema zu tun, das ich im neuen Jahr 2015 (wieder-)starten möchte. Aber dazu später noch mehr dazu. ;-)

Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen
(Bild: Callwey, Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen, ISBN: 978-3-7667-2054-2)

Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen, von Kathleen Beringer und Valerie Wizemann ist im Herbst 2014 im Callwey Verlag erschienen.
Ein großes, schwarzes, quadratisches Buch mit einem lustigen Cover: weißer Schriftzug, ein kleiner Kochtopf und ein paar bunte Zutaten hübschen den schwarzen Einband auf. Unter dem Kochtopf steht: Raffiniert einfach – Menüs, die jedem gelingen.

In diesem Buch zeigen erfolgreiche (prominente) Frauen ihre Erfolgsrezepte, Dekoideen, Abläufe eines Dinnerabends und ihre persönliche Tricks, damit es rund um gelingt. Die beiden Autorinnen Kathleen Beringer und Valerie Wizemann haben sich auf die Suche nach Frauen gemacht, die ihre Leidenschaft für gute Gespräche, feines Essen und einen gemütlichen Dinner-Abend teilen. Die Autorinnen waren in den privaten Küchen und bei der Zubereitung des Menüs dabei, durften die Speisen mit verkosten und haben dann die Rezepte bekommen, zu Hause nachgekocht und so ist allmählich das Buch entstanden. Wichtigster Punkt: Alle Menüs sind schnell, unkompliziert, ohne großen Aufwand und einfach nachzukochen! Auch eine Vielzahl ist entstanden, so findet man in diesem Buch Menüs für’s Candlelight-Dinner, ein großes Festessen oder z.B. ein chinesisches Menü.
Mit diesem Buch wollen die beiden Autorinnen die Freude am (Gäste be-)Kochen weiter geben und zeigen, wie unkompliziert und schön es sein kann, ein fantastisches Menü zuzubereiten und dann mit Freunden genießen zu können.

Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen
(Bild: Callwey)

Es gibt in diesem Buch kein klassisches Inhaltsverzeichnis mit Kapiteln zu den einzelnen Rezepten. Auf einer Doppelseite wird zu Beginn des Buches je ein kleines Portrait aller Frauen mit der entsprechenden Seitenzahl zu ihrem Menü gezeigt.
Das Buch beinhaltet 21 Menüs, erfolgreicher Frauen wie z.B. Cornelia Poletto und Enie van de Meiklokjes.
Es ist voll mit großen Farbaufnahmen, tollen Foodfotos, Fotos von gedeckten Tischen und Wohnzimmern (der Frauen)…
Ein wenig schwierig zu lesen ist die Überschrift der jeweiligen Rezepte, da sie sehr verschnörkelt ist. Die Rezepte sind allesamt übersichtlich dargestellt und gut erklärt. Alle Menüs sind so aufgebaut:
Ein großes Portrait der Frau, ein paar Worte über sie und ihre Vorlieben für’s Menü und das Drumherum, gefolgt von drei oder vier Rezepten für ein komplettes Menü mit Vor- und Hauptspeise und Dessert. Dazu gibt’s kleine Hinweise für die Deko.
Am Ende des Buches wird die Lieblingsmusik für’s Dinner und die Lieblingsweine der Frauen aufgelistet.
Eben alles für den perfekten Dinner-Abend mit Familie oder Freunden!

Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen
(Bild: Callwey)

Ich möchte euch nun einen kleinen Einblick in ein paar der verschiedenen Menüs geben: Los geht’s mit einer der Autorinnen selbst, Kathleen Beringer und ihrem französischen Menü, bei dem es zum Dessert eine feine Crème Brûlée gibt.
Es gibt auch ein chinesisches Menü mit Lachs in der Folie und Überraschungsreis von Minmin Peng.
Beate Diop, Foodredakteurin, zeigt in ihrem Menü Kokos-Brownies mit Frozen Chai Latte und Sandra Liermann, Designerin, stellt ihr Urban-Dinner mit einer Vorspeise aus Feigen und Mozzarella vor.

Ein Spargelmenü gibt’s von der Moderatorin und Backbuchautorin Enie Van De Meiklokjes mit einem traumhaften Erdbeer-Dessert.
Die Köchin Cornelia Poletto zeigt, dass mit kleinem Aufwand eine ganz große Wirkung erreicht werden kann und stellt den italienischen Vorspeisen-Klassiker Vitello Tonnato vor.
Die Backbuchautorin und Kunstbäckerin Laura Seebacher (Kleines Bisschen) zeigt in ihrem Menü einen Mango-Avocado-Gurken-Salat, der zu einem Türmchen aufgeschichtet ist.
Die PR-und Kommunikationsexpertin Isabelle zu Hohenlohe geht nach dem Motto “Weniger ist manchmal mehr” und serviert Spaghetti Bolognese und die Fotografin Camilla Fischbacher setzt auf ihr 1001-Nacht Menü mit Auberginen-Eintopf und Tomaten-Gurken-Salat.

Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen
(Bild: Callwey)

Das sind nur ein paar der Menüs, die in diesem Buch gezeigt werden! Eins ist jedoch klar: Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen ist ein Buch voller wunderbarer Menüs!
Die Menüs sind so unterschiedlich, wie nur möglich, aber jedes ganz für sich ist eine tolle Kombination und ich hatte beim Durchblättern richtig Lust bekommen ein herrliches Menü zu zaubern. Natürlich kann man die einzelnen Vorspeisen-, Hauptspeisen- und Desser-Rezepte auch nach Belieben kombinieren. Und mit dem richtigen Wein und der richtigen Musik wird’s ganz bestimmt auch euer perfekter Dinner-Abend!
Traut euch also ran ans Kochen, es lohnt sich und eure Gäste werden sich mit Sicherheit sehr darüber freuen! ;-)

glücksDinner

So und nun noch ein paar Worte zu meinem Projekt, das ich voraussichtlich Anfang 2015 (wieder) starten möchte!
Im Jahr 2011 habe ich bereits mein erstes Dinner hier in München-Pasing gegeben. Damals noch unter dem Namen “HomeDinner munich” und das in privatem Rahmen. Nach ca. 8 Dinner-Abenden habe ich dann aufgehört, da einfach zu wenig Zeit war und ich dann im Dezember 2012 den Foodblog gestartet hatte.
Der Foodblog war mein neues Projekt und ich wollte mich zu aller erst voll und ganz darauf konzentrieren.

Seit einem halben Jahr bin ich nun wieder am Organisieren und Planen und ich darf euch heute voller Freude verkünden, dass es – wenn alles klappt – ab Anfang 2015 wieder Dinner-Abende im Hause Schätze aus meiner Küche geben wird! Dann unter dem Namen glücksDinner und für Jedermann! Genauere Info’s gibt’s dann, wenn’s so weit ist!
Ich bin total aufgeregt, hoffe, dass alles klappt und freue mich schon bald wieder Gäste bewirten zu dürfen! ;-)

Eure ♥
Marie

Pasta – Antonio Carluccio {Buch-Rezension}

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, in dem es um meine heißgeliebte Pasta geht! Pasta von Antonio Carluccio, erschienen im Dorling Kindersley Verlag (2014).
Ein wunderbares Buch voller genialer Pasta-Rezepte, mit den Worten “Dieses Essen wird Sie glücklich machen” von Jamie Oliver auf dem Cover. Und das kann ich nur bestätigen! ;-)

Pasta Antonio Carluccio Dorling Kindersley Verlag
(Bild: Dorling Kindersley, Pasta von Antonio Carluccio, ISBN: 978-3-8310-2665-4)

Pasta – Ein Buch zum Liebhaben! Schon das Cover des Buches macht Lust auf eine große Portion Spaghetti Bolognese (oder Spaghetti mit Schweinswurstragout – das Originalrezept zum Cover). Das Buch ist voll mit appetitanregenden und farbenfrohen Pastabildern. Mal sind es Bilder, von roher, frischer Pasta in allen erdenklichen Formen. Mal sind es Bilder, die ein äußerst leckeres Pastagericht zeigen. Man bekommt so oder so richtig große Lust auf Pasta, wenn man dieses Buch in den Händen hält und durchblättert. Das Durchblättern macht bei diesem Exemplar große Freude, denn es ist sehr hochwertig gestaltet: dicke, leicht glänzende Seiten, schöne Text-Schrift, übersichtlich gestaltete Rezepte und ausführliche Auflistung aller benötigten Zutaten eines Rezepte. Was will man mehr?

Es ist nicht das erste Pasta-Buch, das ich besitze bzw. rezensiere. Aber es ist das erste Pasta-Buch, in das ich mich auf den ersten Blick verliebt habe! Grund dafür ist die geniale Aufteilung des Buches in zwei große Themenbereiche: Alles über Pasta + Pastarezepte. Das macht für mich den Unterschied zu den anderen Pastabüchern aus, denn hier wurde allerhöchstens in ca. 10 Seiten gezeigt, welche Pastasorten es gibt, wie Pasta frisch zubereitet wird usw., und dann folgten auch schon die Rezepte.
Aber zu einem rundum gelungenen Pasta-Buch gehört meiner Meinung nach ein sehr ausführlicher Teil zur Geschichte, Herstellung und Vielfalt von Pasta, denn Pasta (in sämtlichen Varianten) ist immerhin das Gericht, das wir fast alle lieben und so gut wie immer essen können. ;-)

Der italienische Autor Antonio Carluccio ist Pastakenner durch und durch und möchte in seinem Buch seine Erfahrungen, die Freude und Begeisterung an Pasta mit uns teilen. Letzteres ist im Buch deutlich spürbar und erkennbar, denn ich habe bislang noch kein Pastabuch gesehen, das so viel Leidenschaft für Pasta rüber bringt.

Was steckt also hinter der Geschichte der Pasta? Wie viele Pasta-Sorten gibt’s eigentlich? Pasta mit oder ohne frischem Ei? Gefüllt, lang oder kurz? Als Auflauf, Suppe oder süße Variante? Welche Pasta zu welcher Sauce? Wie gelingt der perfekte Pastateig? …
Auf diese Fragen gibt der Autor Antonio Carluccio im ersten Teil des Buches auf rund 46 Seiten die passenden Antworten.
Übrigens, wusstet ihr, dass es Pastasorten mit den lustigen Namen Culurgiones, Pizzoccheri und Maltagliati gibt?
Kurz zur Erklärung: Culurgiones kommen ursprünglich aus Sardinien und es handelt sich dabei um geflochtene Ravioli mit beliebiger Füllung, Pizzoccheri sind Buchweizen-Tagliatelle aus der nördlichen Lombardei und Maltagliati, heißt so viel wie “schlecht geschnitten” und bei dieser Pastasorte finden wir dünne Pastastücke, die beliebig zurecht geschnitten worden sind.

Sehr gut gefallen mir die Seiten, auf denen Antonio Carluccio zeigt, wie man einen frischen Pastateig (mit oder ohne Ei) herstellt, ihn wahlweise von Hand oder mit der Maschine auswalzt und wie man ihn vor der Verarbeitung noch in beliebige Farben einfärben kann.
Es wird auch gezeigt, wie man den dünn ausgewalzten Pastateig von Hand zu verschiedenen Nudelsorten weiter verarbeiten (schneiden) kann, wie man beispielsweise die beliebten Fusilli oder die kleinen Orecchiette herstellen kann und wie man frische Ravioli oder Agnolotti füllen und formen kann.
Hier gibt’s auch noch eine Anleitung für frisch gefüllte Cappelletti, Tortelloni und die bereits oben erwähnten Culurgiones.
Es folgen ein paar Tipps rund ums Servieren und Genießen der Pasta und dann geht’s auch schon los mit den sündhaft leckeren und vielseitigen Pastarezepten.

Hier muss ich erwähnen, dass es sich bei den Rezepten nicht um Klassiker, wie Bolognese, Hackfleisch-Lasagne, Hackfleisch-Cannelloni oder Spaghetti Carbonara handelt. Antonio Carluccio hat in seiner Rezeptesammlung eine bunte Mischung an Pasta-Rezepten, die von ganz klassisch (Spaghetti Napoli) bis hin zu extravagant (Trofie mit Bottarga und Venusmuscheln) geht. Aber gerade das macht dieses Buch zu einem besonderen Pastabuch und dank der einfach beschriebenen Rezepte dürfte es doch jedem Pasta-Anfänger gelingen. Und eins ist sicher: Wer Gäste mit diesen Gerichten bekocht, hat die Stauner auf seiner Seite! ;-)

Innenseite Pasta Antonio Carluccio Dorling Kindersley
(Bild: Dorling Kindersley)

Aufgeteilt hat Antonio Carluccio die Rezepte in die 6 Kapitel Pasta in Suppen, Pasta mit Sauce, Frische und gefüllte Pasta, Pasta aus dem Ofen, Pastasalate & Resteküche und zum Schluss Pasta zum Dessert.
Besonders gut gefällt mir, dass alle Rezepte mit dem Original-italienischen Titel und darunter in {Klammern} auf Deutsch abgedruckt sind.
Neben dem Rezept-Titel ist immer der italienische Stiefel (inkl. Sardinien) abgedruckt und die jeweilige Region, aus der das Rezept stammt ist dunkel eingefärbt. Zu jedem Rezept gibt’s ein paar Worte, bevor es mit dem eigentlichen Rezept los geht. Hier schreibt Antonio Carluccio beispielsweise etwas über die Pastasorte, eine besondere Zutat auf oder er erzählt aus seinen Erinnerungen zum Rezept.
Die Rezepte sind für 4 Personen, leicht zu verstehen und gut in der eigenen Küche umzusetzen. Am Ende eines Rezeptes findet man teilweise Alternativ-Tipps oder einen besonderen Hinweis zum Rezept (siehe Bild).

Auf den letzten Seiten des Buches gibt es eine Liste über alle Pastasorten mit kurzer Erklärung. Ich hab nicht gewusst, dass es soooo viele Pastasorten gibt!! Und ich werde zusehen, dass ich mal ein paar “exotische” Sorten auf den Tisch bringe, wie z.B. die Culurgiones um ein wenig Abwechslung zu schaffen.

Um euch nun zum Schluss noch Appetit auf das Buch und leckere Pasta zu machen, habe ich für euch aus jedem Kapitel meinen persönlichen Favoriten ausgesucht und ich muss sagen, das ist mir gar nicht so leicht gefallen:
Rindfleischsuppe mit Tortellini, Dicke Spaghetti mit Auberginen-Fleischbällchen, Sardische Ravioli (Culurgiones), klassische Festtagspasta aus dem Ofen (mit Tomatensauce, Fleischbällchen, Spinatbällchen und Taleggio), Pastasalat mit Paprika und Kapern und Schokoladennudeln.
Aber das ist natürlich nur eine Mini-Auswahl an Rezepten aus diesem grandiosen Buch…

Tipp: Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle Pasta-Fans, Familien und Studenten(-WGs)!

Eure ♥
Marie

Chocolate Chip Cookies 2.0

Ich habe kaum Zeit heute und deshalb gibt’s auch ein schnelles Rezept, ohne große Worte! ;-)

Chocolate-Chip-Cookies

Heute habe ich noch ein weiteres Cookies-Rezept für euch, denn ich liebe Cookies! Diese Variante ist sehr fein, knusprig und innen dennoch etwas weich geworden. Genau so, wie ich sie gerne habe.
Diese Cookies sind schnell und auch in größeren Mengen zubereitet und sie sind praktisch absolut gelingsicher!
Es enstehen schöne große und auch dicke Cookies, die lange frisch bleiben.

Für ca. 20-25 Chocolate Chip Cookies
300 g Mehl
1 TL Natron
1 Prise Salz
2 TL Wasser
225 g Butter
55 g Zucker
135 g brauner Zucker
einige Tropfen Vanilleextrakt
1 Ei + 1 Eigelb
250-300 g Chocolate-Chips (je nach Belieben)

Butter mit Zucker und braunem Zucker, sowie Vanilleextrakt in eine große Rührschüssel geben und in ca. 3 Minuten dick-cremig aufschlagen.
Mehl, Natron, Salz und Wasser hinzufügen und alles zu einem dicken, glatten Teig verrühren. Zum Schluss die Chocolate-Chips unterrühren.
Die Schüssel mit dem Teig mit Folie abdecken und für ca. 45 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Mit den Händen aus dem Teig ca. 20-25 gleich große Kugeln formen. 10 Kugeln mit Abstand auf das vorbereitete Blech setzen und im Ofen (Mitte) in ca. 10-12 Minuten backen. Anschließend die restlichen Cookies im Ofen backen.
Die Cookies sind noch sehr weich, wenn sie aus dem Ofen kommen, werden aber durch das Abkühlen fest und haben dann die richtige Konsistenz.

Viel Spaß beim Backen!
Eure ♥
Marie

White Chocolate Cherry-Cheesecake {no-bake}

Gestern war es hier in München angenehm sonnig und ich darf euch endlich verkünden, dass unsere Wohnung nun komplett fertig ist! Die Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen, die neuen Möbel stehen und alles hat nun seinen Platz gefunden! Hach, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich über all die neuen Sachen und vor allem über die neue Küche freue! Da macht das Kochen und Backen echt gleich doppelt so viel Spaß!

White Chocolate Cherry-Cheesecake

Heute möchte ich euch einen Cheesecake mit weißer Schokolade und Kirschen vorstellen. Der passte hervorragend am Nachmittag zum Kaffee.
Das Besondere an diesem Cheesecake ist, dass er nicht in den Ofen geschoben wird, sondern in den Kühlschrank wandert. Ideal, um schnell und ohne große Mühe eine Hingucker-Torte zu zaubern! ;-)
Die Cheesecake-Creme ist ganz schnell zusammen gerührt, der Boden für die Torte ist ebenfalls in wenigen Minuten fertig und dann müsst ihr eigentlich nur noch 4 Stunden warten, bis die Torte fest geworden ist und ihr sie genießen könnt.

Ich habe für Herrn S. und mich einen kleinen Cheesecake in einer 18cm-Springform gemacht. Ihr könnt das Rezept aber auch ganz einfach auf eine 24cm-Springform hochrechnen, in dem ihr jede Zutat mit dem Faktor 1,77 multipliziert und dann ggf. auf ein paar Gramm auf- bzw. abrundet, damit ihr keine Komma-Zahlen abwiegen müsst.

White Chocolate Cherry-Cheesecake

White Chocolate Cherry-Cheesecake
für 1 kleine Springform

6 Butterkekse mit Schokoladenüberzug (z.B. Choco Edelherb von Leibniz)
40 g Butter
1 Glas Schattenmorellen oder Sauerkirschen (im Sommer ca. 340 g frische Kirschen)
170 g weiße Schokolade
1/2 Vanilleschote
115 g Magerquark
225 g Doppelrahm-Frischkäse
20 g Puderzucker
1 TL abgeriebene Bio-Orangenschale

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.
Für den Tortenboden, die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz darauf klopfen, so dass feine Kekskrümel entstehen.
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, dann die Kekskrümel unterrühren. Die Keksmasse in die Springform füllen und auf dem Boden glatt streichen. Form für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung, die weiße Schokolade grob hacken und überm Wasserbad schmelzen lassen. Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen.
Magerquark, Frischkäse, Puderzucker, flüssige Schokolade, Orangenschale und Vanillemark cremig aufschlagen.

Einige Kirschen für die Deko beiseite stellen.
Die Kirschen auf dem Keksboden verteilen, Cheesecake-Creme darüber verteilen und glatt streichen. Die Torte für weitere 4 Stunden in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.
Cheesecake-Torte mit den restlichen Kirschen und gehobelter weißer Schokolade verzieren.
Die Torte hält sich im Kühlschrank ca. 1-2 Tage.

Tipp: Alternativ könnt ihr diesen Cheesecake natürlich auch mit frischen Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren oder Blaubeeren zubereiten. Im Herbst/Winter passen neben Kirschen aus dem Glas auch eingelegte Mandarinen oder Pfirsiche. 

Lasst es euch schmecken!
Eure ♥
Marie

Indisches Chicken Korma

Auf dem kleinen Foto in der Seitenleiste oben rechts ist unschwer zu erkennen, dass ich keine deutschen Wurzeln habe. Und wer den Zeitungsartikel vom Juni 2013 in der Süddeutschen gelesen hat, der dürfte bereits wissen, dass ich in einem Land weit weg von Deutschland auf die Welt kam.
Ich kam in Indien etwas außerhalb von Indiens Hauptstadt Delhi auf die Welt, wurde als kleines Baby adoptiert und durfte glücklicherweise im wunderschönen Stuttgart aufwachsen. Außer meiner Hautfarbe gibt es heute keinerlei Merkmale mehr, dass ich aus Indien komme, denn ich spreche weder die Sprache, noch habe ich einen engeren Bezug zu meinem Heimatland.

Chicken Korma, Huhn in Joghurt-Sahne-Mandel-Sauce

Wenn ich erzählt habe, dass ich leidenschaftlich gerne koche, dann kam früher oder später die Frage auf, ob ich denn auch Indisch kochen und essen würde. Und noch bis vor einem Jahr musste ich darauf hin immer mit einem “Nein” antworten, denn ich dachte bei indischem Essen stets an übermäßig scharfe und mit Koriander überhäufte Speisen. Koriander schmeckte zu dieser Zeit für mich noch nach reinem Spülmittel! ;-)
Heute – man glaubt es kaum – liebe ich indisches Essen! Und wie bei so vielen Gerichten und Lebensmitteln, die ich erst in den letzten Jahren kennen und lieben gelernt habe, steckte auch diesmal mein Mann Herr S. dahinter. Denn als wir vor etwas über einem Jahr bei einem unserer heutigen Lieblings-Lieferservice (ja auch Foodblogger bestellen hin und wieder etwas!;-) ) bestellten, verriet der Blick in die Speisekarte, dass sowohl thailändische, als auch indische Speisen angeboten werden. Es handelt sich um den Lieferservice Krishna in München-Obermenzing. Super praktisch, denn der Lieferservice liegt nicht weit von unserem zu Hause entfernt, so dass man auch mal schnell vorbei fahren kann oder auf dem Heimweg nach der Autobahn direkt hin fahren kann.
Herr S. bestellte damals indisch und ich – weil ich mich noch nicht traute – das mir bekannte Huhn Sate. Allerdings sah das indische Gericht von Herrn S. so verlockend aus, dass ich natürlich probieren wollte. Ich weiß nicht mehr genau, um welches Gericht es sich dabei handelte. Ich erinnere mich nur noch an Lammfleisch und eine wunderbar cremige und aromatische Sauce mit feinen Kräutern und Gewürzen. Ich war hin und weg und hätte am liebsten Herrn S. komplettes Gericht aufgefuttert!
Das nächste Mal bestellte auch ich mir dort ein indisches Gericht und ich probierte ein sehr mildes Chicken Curry. Darauf folgte ein Butter Chicken, was bis heute eines meiner absoluten Lieblinge aus der indischen Küche ist. Und dann ein Chicken Tikka Masala, sowie Chicken Mango und Tandoori Chicken. Alle Gerichte, mal etwas schärfer, mal weniger scharf, mal mit mehr Koriander, mal mit weniger Koriander schmeckten mir so gut, dass ich nicht genug davon bekommen konnte.

Und dann wagte ich mich das erste Mal in meiner eigenen Küche an ein indisches Gericht: Butter Chicken! Genial, denn mein Bruder war wenige Wochen zuvor in Indien gewesen und hatte heimische Gewürze von dort mitgebracht. Damit schmeckte das Butter Chicken natürlich richtig gut und ich hatte für ein paar Stunden das Gefühl, in einer indischen Garküche zu stehen.
Zur Hochzeit haben wir das Buch Indien bekommen. Darin sind wunderbare Rezepte, tolle Bilder und Geschichten über Indiens Kultur, Koch-Traditionen und Kulinarik.
Durch dieses Buch werde ich immer wieder zu indischen Gerichten inspiriert und ich blättere darin sehr gerne, um etwas mehr über mein Geburtsland zu erfahren.

Heute möchte ich euch ein traumhaftes Chicken Korma vorstellen. Es handelt sich hierbei um zart gegarte Hühnerbruststücke in einer cremigen Joghurt-Mandel-Sahne-Sauce mit feinen Kräutern und aromatischen, indischen Gewürzen. Bei einem Korma handelt es sich um eine curryartige Sauce, die aus Joghurt, Sahne oder Kokosmilch in Kombination mit einer Nusspaste besteht. Das Fleisch wird hierbei zu Beginn in einer Zutat für die Sauce (z.B. Joghurt) für einige Stunden mariniert und dann sehr heiß mitsamt der Marinade gegart. Anschließend schmoren Fleisch und Sauce für mindestens 30 Minuten. So kann sich das volle Aroma aller Zutaten entfalten und es entsteht eine cremige Sauce.
Besonders fein wirds, wenn man zum Anbraten der Gewürze die indische Variante des Butterschmalzes mit dem schönen Namen Ghee verwendet. Ghee ist sehr hoch erhitzbar und verfeinert das Gericht mit einer nussigen Note.

Ghee indisches Butterschmalz
Ghee
ergibt ca. 180 g

1 Packet Butter à 250 g

Die Butter in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen, dabei immer wieder umrühren, damit die Butter nicht braun wird.
Sobald die Butter vollständig geschmolzen ist, die Hitze erhöhen, bis die Butter zu schäumen beginnt. Dann die Butter bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten ganz leicht vor sich hin köcheln lassen. Ein feinmaschiges Sieb mit einem Küchenpapier auslegen und die Butter über dem Sieb abgießen und auffangen. Entstandenes Ghee in ein sauberes Schraubglas abfüllen.

Ghee hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

So und nun folgt das Rezept für das Chicken Korma.

Chicken Korma – Huhn in Joghurt-Sahne-Sauce mit Mandeln
für 2 Personen

400 g Hähnchenbrustfilet (ohne Haut)
200 g Joghurt
30 g gemahlene, geschälte Mandeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 EL Ghee
3 Gewürznelken
1 Prise Kardamom
gemahlene Muskatblüte (Macis)
Kurkuma
Salz, Pfeffer
1/2 Zimtstange
75 g Sahne + 1 EL
3 EL gehacktes Koriandergrün oder Petersilie
1 EL gehackte, frische Minze
1 EL gehackter, frischer Dill
1 EL Speisestärke

Hähnchenbrustfilet trocken tupfen und in ca. 4 cm große Stücke schneiden.
In einer Schüssel den Joghurt mit je einer guten Prise Muskatblüte, Kurkuma und Salz würzen. Das Fleisch in die Joghurtmischung geben, umrühren und für ca. 2 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren lassen.
Die Mandeln mit 60 ml warmem Wasser in eine Schüssel geben und quellen lassen.
Zwiebeln und Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin goldgelb andünsten. Zimtstange, Gewürznelken, Kardamom und Knoblauch hinzufügen und ca. 1 Minute unter Rühren anrösten. Nun das Fleisch samt Marinade in die Pfanne geben, und unter gelegentlichem Rühren ca. 5 Minuten kochen lassen. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und die Hitze reduzieren.
Nun die Mandelpaste unterrühren und das Gericht bei geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen. Immer mal wieder umrühren. Dann die Sahne unterrühren und alles weitere 15 Minuten köcheln lassen. Speisestärke mit 1 EL Sahne glatt rühren und unter Rühren in die Sauce geben. Die Sauce leicht andicken lassen, zum Schluss die Kräuter hinzufügen.
Das Chicken Korma schmeckt am besten mit Basmatireis.

Lasst es euch schmecken!

Eure ♥
Marie