Apfeltraum im Glas

Auf der Suche nach einem schnellen und leckeren Dessert bin ich wieder mal bei Fräulein Klein gelandet. In ihrem wunderbaren neuen Buch Fräulein Klein lädt ein zeigt sie ein herrliches Rezept für ein Apfeltiramisu im Glas. Die Gläser fand ich persönlich sooo hübsch, dass ich sie mir auch gleich bestellt habe. Konnte es kaum abwarten, bis sie dann in der vergangenen Woche bei mir eingetrudelt sind. Noch weniger allerdings konnte ich es abwarten, das feine Apfeltiramisu auszuprobieren! Und so habe ich Herrn S. schnell noch die paar Zutaten für das Dessert auf den Einkaufszettel gepackt…

Apfeltraum im Glas Apfeltiramisu

Das Apfeltiramisu ist superschnell – auch in größeren Mengen – zubereitet und es passt einfach perfekt zum beginnenden Herbst. Das mit Vanille verfeinerte Apfelkompott harmoniert hervorragend mit der süßen Sahne-Mascarpone-Creme und den in Espresso getränkten Löffelbiskuits. Ich sag euch, dieses Dessert habt ihr im Nu ausgelöffelt, ich konnte gar nicht genug davon bekommen! Und auch Herr S. war sehr begeistert davon: ein wahrer Apfeltraum! Und weil das Dessert in Gläser geschichtet wird, könnt ihr es auch genial bereits am Tag vorbereiten und dann ganz entspannt und ohne Stress am Abend euren Gästen servieren.

Mein Tipp: Das Tiramisu schmeckt auch sehr lecker, wenn ihr statt den Äpfeln schöne, reife Birnen verwendet oder eine Mischung aus Äpfeln und Birnen für das Kompott wählt. Geeignet wäre hier die klassische Williams-Birne.

Apfeltraum im Glas
für 4 Portionen

400 g Äpfel (z.B. Boskop)
1 kleine Zimtstange
1 Vanilleschote
2 EL brauner Zucker
6 El Apfelsaft

100 ml Espresso, frisch gebrüht
100 g Sahne
3 EL Zucker
250 g Mascarpone
100 g Löffelbiskuits

Für das Apfelkompott:
Die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen. In einem kleinen Topf, die Apfelstücke mit dem Vanille-Mark, der Vanilleschote, dem Apfelsaft, der Zimtstange und dem Zucker aufkochen und ca. 4 Minuten köcheln lassen.
Die Vanilleschote und Zimtstange entfernen und das Apfelkompott abkühlen lassen.

Den Espresso in eine flache Schale geben. Die Sahne mit 1 EL Zucker steif schlagen und die Mascarpone mit dem restlichen Zucker cremig aufschlagen. Die geschlagene Sahne unterheben. Die Löffelbiskuits halbieren und jeweils kurz in den heißen Kaffee tunken.

Nun wird das Tiramisu in Gläser geschichtet:
Zunächst eine Schicht Löffelbiskuits, dann Sahne-Mascarpone-Creme und dann etwas Apfelkompott. Der Reihe nach so weiter einfüllen, bis das Glas fast voll ist. Zum Schluss etwas Creme aufspritzen und mit einer Prise Zimt bestreuen.

Genießt das Apfeltiramisu!
Eure ♥
Marie

PS: Vielen Dank, liebe Yvonne für das tolle Rezept! 

Pasta con Zucca & Icetea {Vapiano}

Seit Anfang Juli gibt es in den Vapiano-Restaurants vier farbenfrohe Iceteas an der Getränkebar. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich die gleich ausprobieren muss – denn ich liebe Icetea! ;-)

Vapiano Icetea

Vapiano bietet vier Sorten zur Erfrischung an:
* Green Tea Lemon Prickly Pear
* Red Tea Pomegranate
* White Tea Elderflower Mint
* Black Tea Peach Vanilla

Alle vier Sorten habe ich in unserem Vapiano-Pasing ausprobiert und für mich einen klaren Favoriten gefunden: Black Tea Peach Vanilla! Ein unglaublich feiner Icetea, mit feinen Vanille- und Pfirsicharomen. Er schmeckt sehr blumig-süß und passt super zu was Süßem von der Dessertbar.
Ebenfalls sehr gut hat mir die Sorte Red Tea Pomegranate geschmeckt. Wer Früchtetee und den Geschmack von Granatapfel mag, ist hiermit bestens bedient. Der rote Icetea besteht aus Hibiskusblütentee in Kombination mit Rooibostee. Er schmeckt sehr fruchtig und ist nicht ganz so süß, wie z.B. der Black Tea Peach Vanilla. Schmeckt super zu den frischen Vapiano-Pizzen!

Vapiano Icetea

Dann gibt’s da noch den Green Tea Lemon Prickly Pear. Ein Grüntee mit Zitronen- und Kaktusfeigensaft verfeinert. Ist bei mir auf Platz 3 gelandet, was aber daran liegt, dass ich nicht ganz so der Grüntee-Fan bin. Dieser Icetea ist aber sehr erfrischend und ebenfalls nicht ganz so süß. Er schmeckt super zur Pasta Pollo Picante.
Der White Tea Elderflower Mint ist ein klassischer Sommer-Icetea. Der Geschmack von Holunderblüten und Minze ist sehr erfrischend, aber auch sehr süß. Mir persönlich schmeckt Holunderblüte nur ganz dezent z.B. im Mineralwasser – da ist es dann nicht ganz so süß. White Tea Elderflower Mint passt aber sehr gut zu den leckeren Vapiano-Salaten und Antipasti-Gerichten.

Vapiano Icetea

In jedem Fall lohnt es sich, die Vapiano-Iceteas zu probieren, denn sie schmecken um Welten besser, als die herkömmlichen Zitronen- und Pfirsich-Eistees, die man so kennt! Und zur Pasta, zum Salat oder zur Pizza ist es eine herrlich frische Ergänzung, ganz egal welche Sorte ihr euch ausguckt.
Ich selbst gehe sehr gerne ins Vapiano und freue mich sehr über die neuen Iceteas, die das Angebot positiv ergänzt haben.

Nun möchte ich euch noch ein super-leckeres Pasta-Gericht aus dem Vapiano vorstellen. Ein Special, das es im Herbst 2012 in den Restaurants gab: Pasta con Zucca. Eine feine Pasta mit einer cremigen Kürbis-Haselnuss-Sauce, verfeinert mit Weißwein und weißen Zwiebeln.
Ich habe dieses Pasta-Gericht zu Hause nachgekocht und möchte sie euch heute zeigen. Perfekt, jetzt für den Herbst, wo ihr an jeder Ecke den leckeren Hokkaido-Kürbis bekommen könnt. ;-)

Pasta con Zucca Vapiano Kürbis-Haselnuss-Pasta

Pasta con Zucca
Für 2 Personen

360 g frische Pasta (z.B. die Fusilli*) oder ca. 250 g getrocknete Pasta
360 g Hokkaido-Kürbis
2 EL Olivenöl
1 kleine weiße Zwiebel
2 kleine Knoblauchzehen
100 ml Weißwein, trocken
etwas Gemüsebrühe
1-2 TL Haselnusssirup
etwas Parmesan oder Ricotta salata (fester Ricotta zum Reiben)
Salz
Pfeffer

Den Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Hokkaido-Kürbis waschen, von Kernen und Fasern entfernen und in ca. 1-2 cm große Würfel schneiden. Die Kürbiswürfel in eine kleine Auflaufform oder Fettpfanne geben, mit Salz und Pfeffer bestreuen und mit ca. 1 EL Olivenöl beträufeln. Kürbis im Ofen (Mitte) ca. 20 Minuten garen, bis er weich und ist und etwas Farbe angenommen hat.
Zwiebel und Knoblauchzehen abziehen und sehr fein würfeln. In einer kleinen Pfanne das restliche Olivenöl erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig andünsten. Mit Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen.
Die Kürbiswürfel aus dem Ofen nehmen und in einem hohen Gefäß fein pürieren. Das Kürbispüree in die Pfanne geben und gerade soviel Gemüsebrühe dazugeben, dass das Püree eine schöne Saucenkonsistenz erhält. Dann den Haselnusssirup zufügen und unterrühren und die Sauce mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Sauce nun etwas zu dickcremig ist, kann man noch etwas Gemüsebrühe hinzufügen.

Die fertige Kürbissauce mit der abgekochten Pasta eurer Wahl vermischen und mit etwas Parmesankäse oder Ricotta Salata bestreut servieren.
Wenn ihr mögt, könnt ihr zusammen mit den Zwiebeln auch noch einige Schinkenspeckwürfel andünsten, die sind in der Original Pasta con Zucca auch enthalten.

*frische Pasta könnt ihr im Vapiano für ca. 90 Cent/Tüte direkt an der Pasta-Theke kaufen. Zu Hause müsst ihr sie dann nur noch für ca. 90 Sekunden ins kochende Salzwasser geben, abgießen und mit der Sauce vermischen.

Lasst es euch schmecken und genießt die Vapiano-Iceteas!

Eure ♥
Marie

Züricher Geschnetzeltes

Als es vor ca. 3 Wochen so grausig kalt und regnerisch war, hatte ich große Lust nach einem Gericht, dass von innen aufwärmt. Eine Kürbissuppe wollte ich da noch nicht machen, denn irgendwie dachte ich, dann hätte mich der Herbst ja schon erreicht und irgendwie wollte ich das im Monat August noch nicht so richtig zulassen. Dann wanderten meine Gedanken zu einem Gericht, das es zu Hause, bei meiner Familie oft Sonntags gab: Züricher Geschnetzeltes. Zudem war dieses Gericht über Jahre hinweg unser klassisches Heilig-Abend-Essen. Das Geschnetzelte mit einem Hauch Curry, serviert mit Basmati-Wildreis und Blätterteig-Pasteten. Ich könnte euch heute noch im Detail beschreiben, wie es duftete, als meine Mutter das Geschnetzelte im Topf zubereitete, die Blätterteig-Pastetchen in den Ofen schob und der Reis auf dem Herd vor sich hin blubberte! Ganz aufgeregt waren wir dann immer, denn mein Bruder und ich konnten es dann kaum abwarten, bis das Essen auf den Tisch kam. Zum einen, weil es so unglaublich lecker schmeckte und zum anderen, weil es direkt nach dem Essen dann die heiß ersehnten Geschenke gab! Nun ja… Weihnachten ist ja noch ein wenig hin, aber das Geschnetzelte schmeckt ja auch ohne Weihnachten fantastisch, oder? ;-)

Züricher Geschnetzeltes mit Kalbsfleisch

Heute koche ich das Geschnetzelte mit viel Freude selbst. Mein Rezept habe ich dabei immer wieder an die Vorlieben von Herrn S. und mir angepasst, bis das für uns perfekte Geschnetzelte dabei heraus kam. Bei mir wandern eine Menge an Zutaten in den Topf, denn ich liebe es, wie aus den unterschiedlichsten Aromen ein feines Gesamtergebnis wird. Beispielsweise darf bei mir ein kleiner Löffel Dijonsenf nicht im Geschnetzelten fehlen.
Was ich von meiner Mutter allerdings beibehalten habe, ist die Art und Weise es zu servieren. Ich stehe nach wie vor total auf die nicht ganz klassische Variante mit Basmatireis (gerne auch in Kombination mit Wildreis) und Blätterteigpastetchen. Die klassischen Kartoffelrösti zum Geschnetzelten finden bei mir eher weniger Anklang. ;-)

Wenn’s ums Fleisch geht, dann wäre die beste Wahl natürlich feines, zartes Kalbsfilet – aber das hat natürlich seinen Preis! Etwas günstiger wäre Kalbsschnitzel aus der Nuss. Und wer nicht so auf Kalb steht, oder am Preis sparen möchte, bereitet das Geschnetzelte einfach mit Putenfilet oder Putenschnitzel zu, das schmeckt auch sehr lecker! Von Schweinefleisch (außer Filet) rate ich persönlich eher ab, denn das wird leicht etwas zu trocken.

Wie wäre es also mit einem leckeren Geschnetzelten am morgigen Sonntag?

Für 4 Portionen
650 Kalbsfilet oder Kalbsschnitzel aus der Nuss
250 g braune, kleine Champignons
1 Zwiebel
1 kleine Schalotte
2 Knoblauchzehen
je 1 kleiner Zweig Majoran und Thymian
1 EL Butterschmalz
1 EL Butter
1 TL Dijonsenf (alternativ mittelscharfer Senf)
150 ml Weißwein, trocken
350 ml Kalbsfond oder Bratenfond
2 TL Speisestärke
250 g Sahne
1/4 TL Currypulver, mild
Salz
Pfeffer
etwas frisch gehackte Petersilie zum Bestreuen

Das Kalbfleisch in ca. 2 cm breite Streifen oder Scheiben (beim Filet) schneiden.
Die Champignons putzen (ohne Wasser!) und je nach Größe halbieren. Zwiebel, Schalotte und Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln.
Majoran- und Thymianzweig abbrausen, trocken schütteln und einige Blättchen abzupfen und fein hacken.

Das Butterschmalz in einer großen, tiefen Pfanne erhitzen und die Fleischstücke darin portionsweise anbraten. Das Fleisch anschließend herausnehmen.
Nun die Butter in der Pfanne erhitzen und die Schalotten-, Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin ca. 3 Minuten andünsten. Dann die Champignons dazugeben und ca. 3 Minuten mitdünsten. Den Senf einrühren, das Gemüse mit Weißwein und Kalbsfond ablöschen und ca. 1 Minute einkochen lassen. Die Majoran- und Thymianblättchen dazugeben. Die Speisestärke mit ca. 2 EL von der Sahne verrühren, in die Pfanne geben und einrühren. Die Sauce in ca. 1 Minute leicht einkochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Dann die restliche Sahne einrühren und die Sauce ca. 2 Minuten köcheln lassen. Das Currypulver unterrühren und die Sauce mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Nun das Fleisch in die Sauce geben und ca. 2 Minuten ziehen lassen. Das Geschnetzelte sofort mit etwas Petersilie bestreut servieren.
Dazu schmecken Basmati-Wildreis und Blätterteigpastetchen*.

* die Blätterteigpastetchen, auch Königinpasteten genannt gibt’s im Supermarkt.

Lasst es euch schmecken!

Eure ♥
Marie

Schwäbische Maultaschen

Wie einige von euch ja sicherlich wissen, bin ich nicht in München, sondern im schönen Schwabenländle aufgewachsen. Genauer gesagt direkt in Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart. Erst durch Herrn S. hat es mich dann nach meinem Abitur nach München gezogen.
Das Schwabenländle werden viele von euch kulinarisch gesehen mit Spätzle & Soß, Flädlesuppe, Schwäbischem Kartoffelsalat und natürlich auch den Maultaschen verbinden. Letzteres sind sozusagen die schwäbischen Ravioli, denn bei Maultaschen handelt es sich ja ebenfalls um gefüllten Nudelteig.

Original Schwäbische Maultaschen hausgemacht selbstgemachte Maultaschen

Maultaschen gibt’s in unzähligen Varianten! Im Supermarkt findet man sie im Kühlregal. Neben den “Original”-Maultaschen mit einer Füllung aus Fleisch und Spinat gibt es auch welche, die pur mit Spinat gefüllt sind, oder mit verschiedenem Gemüse oder purem Rindfleisch. Wenn ich mir dann allerdings die Zutaten der hierzulande wohl berühmtesten Maultaschen-Marke ansehe, dann denke ich mir jedes Mal, dass man das auch sehr einfach selbst zubereiten kann! Denn in den Original-Maultaschen dieser Marke stecken etwas Schweinefleisch, Weißbrot, Zwiebeln, Speck, Vollei, Spinat, etwas Salz und Petersilie. Und wenn ich ehrlich bin, sind das alles Zutaten, die total günstig zu bekommen sind und ich möchte eigentlich gar nicht wissen, was in diese Maultaschen noch so reingepanscht wird! ;-)

Also habe ich mich an die Zubereitung von Maultaschen gemacht und war total begeistert, wie schnell das ging und wie traumhaft lecker sie geschmeckt haben! Bislang dachte ich immer, dass das sicherlich Stunden dauern würde, bis sie hübsch aussehen und fertig sind. Aber da habe ich mich geirrt, denn mit dieser Variante, gelingen sie zuverlässig und schnell.
Bei meinen Maultaschen wird der Nudelteig gefüllt, aufgerollt, in große Rauten geschnitten und die Maultaschen werden in siedendem Salzwasser gar gezogen. Wenn’s super schnell gehen soll, könnt ihr einen fertigen Nudelteig (z.B. vom Bäcker eures Vertrauens oder aus dem Kühlregal im Supermarkt) hernehmen. Andernfalls bereitet ihr einen frischen Nudelteig zu, der dann mehrere Male durch die Walzen der Nudelmaschine gedreht werden muss, damit er ganz dünn ist.

Für den Nudelteig könnt ihr dieses Rezept verwenden.
Und nun zur Füllung für die Maultaschen.

Original Schwäbische Maultaschen in der Herstellung

Für ca. 16-20 Maultaschen
1 Brötchen vom Vortag
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
1 kleines Bund Petersilie
1 Ei
1 Eigelb
300 g frischer Blattspinat (oder 250 g TK-Spinat siehe Variante)
250 g feines Kalbsbrät (beim Metzger nachfragen)
150 g gemischtes Hackfleisch
Pfeffer
Salz
Muskatnuss
1 Eigelb zum Bestreichen

Zunächst wird die Füllung vorbereitet:
Hierfür die Zwiebeln und die Knoblauchzehe abziehen und beides sehr fein würfeln.
Den Blattspinat putzen und waschen. Das Brötchen in kaltem Wasser einweichen.
In einem Topf die Butter erhitzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten, dann den Blattspinat dazugeben und zusammenfallen lassen. Im Anschluss den Spinat ausdrücken und fein hacken. Die Petersilie abbrausen, trocken schütteln und die Petersilienblättchen fein hacken. Etwas von der gehackten Petersilie zum Servieren beiseite stellen. Das Brötchen aus dem Wasser nehmen und gut ausdrücken.

Nun werden die einzelnen Zutaten zu einer Masse vermengt:
Zunächst den Spinat mit den Zwiebelwürfeln in die Schüssel geben. Dann Kalbsbrät, Hackfleisch, Ei, Eigelb, zerzupftes Brötchen und Petersilie dazugeben und alles zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die Füllung mit Muskatnuss, Pfeffer und Salz kräftig würzen.

Jetzt werden die Maultaschen gefüllt:
Den Nudelteig ausbreiten. Ideal sind lange Teigbahnen von ca. 25 cm Breite und 70 cm Länge , ggf. muss der Nudelteig auf diese Größe zugeschnitten werden. Aus einer Teigbahn entstehen so ca. 8-10 Maultaschen.
Die Füllung als breiten Strang, längs auf die Mitte der Teigbahn geben und anschließend mit einer Palette oder einem Löffel glatt streichen. Dabei oben und unten an den Längsseiten jeweils ca. 3 cm Rand lassen. Die Ränder dünn mit Eigelb bestreichen.
Jetzt wird die Teigbahn von der Längsseite her aufgerollt bzw. eingeschlagen. Die Teigbahn einmal bis knapp zur Mitte, dann erneut bis etwas über den oberen Rand hinaus einschlagen. Die Maultaschen sollten eine Breite von ca. 10 cm haben.
Nun die eingeschlagene Teigbahn in Stücke – also in Maultaschen – schneiden. Dazu ein scharfes Messer, jeweils in ca. 10 cm Abständen leicht schräg ansetzen und schneiden.

Die Maultaschen können nun in einem großen Topf mit einer kräftigen Fleischbrühe gar gezogen werden. Dazu sollte die Brühe leicht sieden. Die Maultaschen vorsichtig in die Brühe geben und warten, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Dann sind sie fertig und können direkt in der Fleischbrühe mit etwas Petersilie bestreut serviert werden.

Tipp: Der Schwabe genießt seine Maultaschen gerne mit einer Zwiebelschmelze! Dazu 1 Zwiebel abziehen und in feine Streifen oder Ringe schneiden. In einer kleinen Pfanne 1 EL Butter erhitzen und die Zwiebelstreifen/Ringe darin bei mittlerer Temperatur anschwitzen, bis sie goldgelb sind. Die fertige Zwiebelschmelze einfach über die Maultaschen geben.

Variante mit TK-Spinat:
Wer TK-Spinat verwendet, muss diesen nach Packungsanweisung in einem kleinen Topf auftauen lassen, anschließend gut ausdrücken und dann sehr fein hacken. Der Spinat wird dann direkt in die große Schüssel mit den anderen Zutaten für die Füllung gegeben und vermengt.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Eure ♥
Marie

Fräulein Klein lädt ein {Buch-Rezension}

Juhuu… heute ist es endlich soweit und ich darf euch eins meiner neuen Lieblinge im Bücherregal vorstellen! Seit heute könnt ihr Yvonnes (Fräulein Kleins) neuestes Buch Fräulein Klein lädt ein im Handel erwerben. Erschienen ist es im Callwey Verlag, in dem Sie auch schon die Titel Die wunderbare Welt von Fräulein Klein (2012) und Weihnachten mit Fräulein Klein (2013) veröffentlicht hat.

Fräulein Klein lädt ein Yvonne Bauer Callwey Verlag
(Bild: Cover Fräulein Klein lädt ein, Yvonne Bauer, Callwey Verlag,
ISBN: 978-3-7667-2116-7)

Yvonne, Autorin des Foodblogs Fräulein Klein (seit 2009) hat ein grandioses Händchen für Schöne Dinge, feine Torten, leckeres Gebäck, hübsche Deko und Fotografie. Seit geraumer Zeit verfolge ich ihren Blog und bin immer wieder ganz verliebt in die Leckereien, die sie dort präsentiert. Wenn ich auf der Suche nach Deko-Ideen für eine Kaffeetafel bin, weiß ich, dass ich bei ihr garantiert fündig werde. Und jetzt freue ich mich umso mehr, euch heute dieses wunderbare Buch vorstellen zu dürfen, denn darin ist all das, was ich an ihrem Blog so schätze in einem Band enthalten! Genial oder?

Das Buch ist – wie bei Callwey-Büchern gewohnt – in hochwertiger Qualität. Umso größer ist der Spaß, wenn man es in den Händen hält: fester Buchumschlag, toller Print – so kommen die wunderbaren Fotos von Yvonne super zur Geltung. Los geht’s mit einem großen, aber sehr übersichtlichen Inhaltsverzeichnis. Aufgeteilt sind die Rezepte und Ideen nach Jahreszeiten, da Yvonne gerne die “saisonalen Leckereien” herauspickt.
Es beginnt also mit Frühlingsideen, gefolgt von Sommer-, Herbst- und Winterideen. In allen Kapiteln zeigt Yvonne ca. 10 Rezepte passend zur Jahreszeit. Dann folgen Ideen + passende Rezepte für Themen-Feste.

Rhabarber-Lemon-Curd-Torte Fräulein Klein lädt ein
(Bild: Yvonne Bauer, Rhabarber-Lemon-Curd-Torte)

Damit ich euch einen kleinen Einblick verschaffen kann, möchte ich euch aus jeder Jahreszeit ein Rezept und ein paar Ideen zeigen.
Fangen wir mit dem Frühling an. Hier serviert Yvonne u.a. diese Rhabarber-Lemon-Curd-Torte. Eingeladen wird zum Valentinstag mit einer Pavlova-Torte, zu Fasching mit leckeren Krapfen mit Vanillecreme, zum Osterbrunch mit vielen Leckereien, zur Osterfeier mit einer Eierlikör-Erdbeer-Torte, zum Muttertag mit einem Rhabarber-Streuselkuchen und zum Frühlingsfest. Besonders viele, schöne Rezepte mit Rhabarber und Erdbeeren findet man in diesem Kapitel.

Im Sommer gibt es z.B. eine Heidelbeertorte mit Zitrone und Kardamom. Für’s Familienfest gibt’s eine Sommer-Schokoladentorte mit Schokoladenfrosting und eine Mandel-Kirsch-Torte mit Heidelbeeren. Zum Picknick gibt es Kirsch-Pies, zur Eisparty eine Beeren-Eistorte und Milky-Eis am Stiel. Herrliche Sommerfrische entsteht an der Zitronentafel, z.B. mit der Zitronentarte mit weißer Schokolade. Zur Gartenparty lädt eine klassische Key-Lime-Pie ein.

Schokoladenkuchen mit Gewürzbirnen Fräulein Klein lädt ein
(Bild: Yvonne Bauer, Schokoladenkuchen mit Gewürzbirnen)

Der Herbst bringt z.B. einen feinen Schokoladenkuchen mit Gewürzbirnen. Für eine Rund-um-die-Welt-Party eignet sich ein NY Cheesecake, zur Herbstfeierei gibt’s ein leckeres Apfeltiramisu im Glas, zum gemütlichen Herbstfrühstück z.B. Vanille-Zimt-Pancakes mit Kondensmilch und zum Kindergeburtstag im Herbst gibt’s Zweierlei Schokoladentorte mit Baisertupfen.

Apfeltiramisu Fräulein Klein lädt ein
(Bild: Yvonne Bauer, Apfeltiramisu)

Im Winter dürfen wir uns über uns z.B. über eine Macadamia-Schokoladen-Torte mit Bananen und Dulce de Leche (Karamell) freuen. Zu Weihnachten gibt es dann u.a. winterliche Törtchen und an Silvester freuen sich die Gäste über eine Alaska-Eistorte oder die No-Bake-Erdnussbutter-Cheesecakes im Glas.

Jetzt habe ich das Buch einmal komplett durch und ich bin schon am Überlegen, welche Leckerei ich als nächstes backen werde. Gut möglich, dass ich Herrn S. gleich noch ein paar mehr Sachen auf den Einkaufszettel schreibe… ;-)

Alles, was mir nun noch über dieses wundervolle Buch zu sagen bleibt, ist, dass ich es rundum gelungen finde, mich sofort in dieses Buch verliebt habe und es meiner Meinung nach ein MUSS im Bücherregal ist! Und im Hinblick auf Weihnachten wäre das doch ein traumhaftes Geschenk für leidenschaftliche Bäcker/innen und Gastgeber/innen, oder?

Ihr habt nun auch Lust aufs Backen und Dekorieren bekommen? Dann schaut doch gleich mal bei Yvonne auf Fräulein Klein vorbei. ♥

Viel Spaß!

Eure ♥
Marie

Schokoladen-Baileys-Kuchen

In einem Tag ist es soweit und das wunderbare Buch von Yvonne, Fräulein Klein lädt ein (Callwey Verlag) erscheint endlich im Handel!
Ich darf es euch morgen hier auf meinem Blog vorstellen und freue mich schon sehr darauf.
Als ich es das erste Mal durchgeblättert habe, war ich total begeistert… aber mehr dazu morgen!

Allerdings möchte ich euch heute bereits eines der fantastischen Rezepte von Yvonne zeigen. Schon vor einigen Monaten (im März) gab es bei Yvonne einen Post mit einem sündhaft gut aussehenden und vielversprechenden Kuchen: Schokoladen-Baileys-Kuchen. Als ich den Beitrag damals gesehen hatte, wusste ich sofort, dass ich den bald nach backen möchte. Auf Grund von Hochzeitsstress & Co kam ich dann aber nicht mehr dazu und irgendwie geriet das Schokoladenschmankerl dann in Vergessenheit…

Schokoladen-Baileys Kuchen Fräulein Klein

Jetzt, wo ich in ihrem neuen Buch geschmökert habe, bin ich wieder auf diesen Kuchen gestoßen und sofort habe ich mich ans Backen gemacht, denn alle Zutaten waren glücklicherweise in der Küche vorhanden. Sogar 2 (fast volle) Flaschen Baileys habe ich im Getränkekühlschrank gefunden… ;-)
Dieser Kuchen ist ein Traum von Schokolade, super saftig, fein im Geschmack, veredelt durch den feinen Cremelikör aus Whiskey und Sahne.
Idealerweise ist er wirklich schnell zusammen gerührt und in 45 Minuten gebacken.
Und weil dieser Kuchen so unglaublich lecker ist, möchte ich euch heute Yvonne’s Rezept zeigen!

Für 1 Guglhupf

100 g Zartbitterschokolade (je nach Geschmack 50% oder 70%)
180 g Butter
90 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier (Größe M)
1 Prise Salz
50 g Kakao
50 g Mandeln, gemahlen
200 g Mehl
1 TL Backpulver
150 ml Baileys

Kuchenglasur dunkel und/oder Vollmilch
oder Puderzucker (zum Bestäuben)

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Guglhupf-Form mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.
Die Schokolade in Stücke brechen und über dem heißen Wasserbad langsam schmelzen lassen. Schokolade anschließend etwas abkühlen lassen.
In einer großen Rührschüssel die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker cremig aufschlagen. Nacheinander die Eier unterrühren.
Das Mehl mit dem Backpulver, den Mandeln, dem Kakao und einer Prise Salz vermischen. Die Mehlmischung nach und nach unter den Teig rühren.
Zum Schluss Baileys und die abgekühlte Schokolade unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und im Ofen (Mitte) ca. 45 Minuten backen. Mit einem kleinen Holzstäbchen testen, ob der Kuchen noch klebrig ist. Wenn nicht, ist der Kuchen fertig.

Nach Belieben den Kuchen mit zweierlei Kuchenglasuren überziehen oder mit Puderzucker bestäuben.
Der Kuchen hält sich luftdicht eingepackt mehrere Tage.

Vielen Dank für dieses feine Kuchen-Rezept, liebe Yvonne! ♥

Eure ♥
Marie

Quesadilla-Sandwiches {hammergeiles Zeug!}

Ihr kennt das ja… Feierabend: die Gedanken schweifen ums Abendessen, welches möglichst schnell auf dem Tisch stehen, und dann bitte auch noch sättigend und lecker sein sollte! Ach ja, und dann wäre da noch der Einkauf für die Zutaten, der ebenfalls nicht all zu lange dauern sollte und ohne großes Tüten-nach-Hause-schleppen auskommen muss.

Und genau für diese Situation habe ich heute ein geniales Abendessen-Gericht für euch! Besser gesagt, entdeckt habe ich es bei der lieben Clara von Tastesheriff. Bei ihr findet ihr das leckere Rezept unter dem Namen Tortilla-Pizza zum Tatort Abend. Passt natürlich super zum Tatort Abend, da man diese Teile einfach easy vor dem TV verschlingen kann. ;-)
Inspiriert von ihrer Variante, habe ich mich ans Ausprobieren gemacht. Zunächst gab es natürlich ihre Variante mit Schinken, Käse, Tomaten, roten Zwiebeln und Schmand. Und ich sage euch: Dieses Zeug ist unglaublich lecker!!! Beim ersten Bissen, sofort verliebt in diese Quesadilla-Sandwiches (wie ich sie nenne). Quesadilla-Sandwiches? Sie erinnern mich ein bisschen an die Quesadillas, die’s beim Mexikaner gibt, allerdings hier als Variante “Eingedeutscht” ;-).

Quesadilla-Sandwich Tortilla Wrap Tortilla-Pizza
(Variante: Schinken, Käse, Tomate, Zwiebel)

Noch viel fantastischer ist die Tatsache, dass diese leckeren Teile blitzschnell zubereitet sind (auch in größeren Mengen), sowohl warm, lauwarm als auch kalt sehr lecker schmecken und sogar noch ideal geeignet sind für’s Lunchpaket am Tag drauf für Büro, Uni & Co.!
Ach ja, und da es so schnell geht, wird’s das vielleicht auch mal wieder bei Clara in nächster Zeit geben, denn sie ist gerade frisch gebackene Mami geworden! Gratulation an dieser Stelle auch noch zu eurer Süßen Hilda! ♥

So und jetzt lasse ich euch nicht länger warten und möchte euch die “klassische” Variante und einige Abwandlungen zeigen.

Im Grunde funktioniert alles ganz easy:
Eine große, beschichtete Pfanne erhitzen (ohne Fett), einen Tortilla-Fladen in die Pfanne legen und zur einen Hälfte mit eurem Lieblings-Belag belegen. Am Besten geht ihr dabei immer so vor, dass ihr die Creme- bzw. Saucen-Grundlage als erstes auf den Fladen streicht, dann mit den weiteren Zutaten belegt und zum Abschluss den Käse darüber streut. Die Temperatur etwas reduzieren, damit der Fladen nicht anbrennt.
Dann wird der Fladen zusammen geklappt, nach ca. 20 Sekunden vorsichtig gewendet (das könnt ihr auch weg lassen, wenn ihr dem nicht so ganz traut ;-) ) und noch einmal 20 Sekunden weiter braten.
Fertiges Quesadilla-Sandwich aus der Pfanne nehmen, in 4 Teile schneiden und genießen!

Alle Rezepte pro Sandwich
Der “Klassiker”: 1 EL Schmand, 1-2 Scheiben Kochschinken, ein paar rote Zwiebelringe, 4 dünne Tomaten-Scheiben, 2 EL geriebenen Käse (z.B. Gouda)
Das “Nordlicht”: 1 EL Schmand, 2 Scheiben Räucherlachs, etwas frisch geriebenen Meerrettich, nach Belieben ein paar rote Zwiebelringe
Der “Italiener”: 1/2 EL Schmand mit 1/2 EL Tomatenmark verrührt + ein paar frische Kräuter: Basilikum & Oregano, ein paar Scheiben Salami, Mozzarella
Der “Franzose”: 1 EL Schmand, ein paar rote Zwiebelringe, 2-3 EL gewürfelten Schinkenspeck, (2 EL Comté nach Belieben)
Alla Capricciosa: 1 EL Schmand, 2 eingel. Artischocken, 1 Scheibe Kochschinken, einige frische Champignonscheiben, einige schwarze Oliven, 2 EL Gouda
Tonno & Onion: 1 EL Schmand, etwas abgetropften Thunfisch (Dose), ein paar rote Zwiebelringe, 2 EL Gouda

Hier sind wirklich alle Varianten denkbar… probiert einfach aus, was euch am besten schmeckt!
Lecker schmeckt auch ein frischer, gemischter Salat dazu.

(Als Anhaltspunkt: ich bin meist papp satt nach 1- 1,5 solcher Sandwiches… Herr S. hingegen kann an manchen Tagen locker 3 davon verdrücken! ;-) )

Eure ♥
Marie